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Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport

Sexualisierte und interpersonelle Gewalt kann in allen gesellschaftlichen Bereichen auftreten – auch im Sport. Besonders im Vereinsleben, wo Nähe und Vertrauen eine große Rolle spielen, ist ein achtsamer Umgang unerlässlich. Umso wichtiger ist es, Verantwortung zu übernehmen und klare Strukturen zu schaffen, die Schutz bieten.

Der Tennisverband Mittelrhein spricht sich aktiv und entschieden gegen jegliche Form von Gewalt im Sport aus und setzt sich aktiv für ein sicheres Umfeld im Tennissport ein. Ein respektvoller, grenzachtender und wertschätzender Umgang bildet für uns die Grundlage einer gesunden und vertrauensvollen Sportkultur.

Gemeinsam möchten wir eine Kultur des Hinsehens und der Verantwortung fördern – für einen Tennissport, in dem sich alle frei, sicher und selbstbestimmt bewegen können

Über den TVM können ebenfalls jederzeit Informationen und Hilfestellungen in Anspruch genommen werden. Die Kontaktdaten unserer Ansprechpartner findest du unten.

Schutzkonzeptgenerator als Leitlinie und Unterstützung für alle NRW-Vereine

Der Entwicklung eines Schutzkonzeptes kommt als präventive Maßnahme eine besondere Bedeutung zu. Jedoch stellt die Erstellung im eigenen Verein eine enorme zeitliche und personelle Herausforderung dar. Gleichzeitig trägt jeder Sportverein eine große Verantwortung für den Schutz seiner Mitglieder vor interpersoneller Gewalt und möchte diesem Schutzauftrag auch gerecht werden.

Der LSB NRW hat im Rahmen eines zweijährigen Projekts ein interaktives Tool entwickelt, das Ehrenamtler:innen bei der Entwicklung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes unterstützen soll. Der Schutzkonzeptgenerator ist dementsprechend als ein Grundgerüst zu verstehen, das die Umsetzung einer vereinsspezifischen Risikoanalyse sowie die Entwicklung und Verschriftlichung von Präventions- und Interventionsleitfäden erleichtern soll.

Alle Infos zum Schutzkonzeptgenerator

Direkt zum Schutzkonzeptgenerator

Vorstellung im ARD-Morgenmagazin

Schutzkonzept des TVM

Das vollständige Schutzkonzept des Tennisverbandes Mittelrhein steht hier als Download zur Verfügung.

Schutzkonzept des DTB

Das vollständige Schutzkonzept des Deutschen Tennis Bundes steht hier als Download zur Verfügung.

Beratung & Unterstützungsangebote

Um unsere Mitgliedsvereine sowie Trainer, Athleten, Mitarbeiter und Funktionäre optimal bei der Prävention von sexualisierter und interpersoneller Gewalt zu unterstützen, bieten wir unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten an.

  • Im Rahmen einer Erstberatung zeigen wir in der Regel dem Vorstand die Präventionsmöglichkeiten im Verein auf und legen nach Bedarf fest, wie die nächsten Schritte aussehen können.

    Wir unterstützen euch beispielsweise bei der Erstellung eines vereinseignen Schutzkonzeptes. Dieses soll einen Handlungsrahmen schaffen, der darauf abzielt, Grenzverletzungen, Übergriffe und Gewalt im Verein vorzubeugen, die Personen im Verein sowie Betroffene zu schützen und im Verdachtsfall angemessen zu handeln. Es umfasst u.a. klare Verhaltensregeln, eine Risikoanalyse, Beschwerde- und Interventionswege, Schulungen sowie benannte Ansprechpersonen.

    Das Schutzkonzept baut auf einer Risikoanalyse auf und wird an den jeweiligen Verein angepasst. Diese dient dazu, strukturelle und situationsbezogene Risiken innerhalb eines Vereins zu erkennen, die sexualisierte oder interpersonelle Gewalt begünstigen könnten. Ziel ist es, Schwachstellen aufzudecken und zu bewerten, um gezielt Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können. Auch bei der Durchführung einer Risikoanalyse bieten wir euch unsere Unterstützung an.

    Weiterführende Themen einer Beratung sind dabei zum Beispiel der Umgang mit der Einsicht in erweiterte Führungszeugnisse oder das Vorbereiten von Satzungsänderungen.

    Die (Erst-)Beratung kann sowohl telefonisch, digital oder persönlich vor Ort stattfinden. Vereinbart dafür gerne einen Termin mit uns.

  • Wir bieten Vereinen die Möglichkeit sich zum Thema Prävention und Intervention von sexualisierter und interpersoneller Gewalt zu informieren und weiterzubilden.

    Vereine haben die Möglichkeit Sensibilisierungsschulungen zum Thema Prävention und Intervention sexualisierter und interpersoneller Gewalt als Inhouse-Schulung bei uns zu buchen. Außerdem können sich interessierte Personen als Ansprechperson für das Thema im eigenen Verein qualifizieren lassen. Die Termine für die Ansprechpersonenschulung könnt ihr in unserem Seminarkalender einsehen und euch anmelden.

    Auch die lokalen Kreis- und Stadtsportbünde bieten diese Schulungen an, die ihr unter folgendem Link einsehen und buchen könnt:

    www.meinsportnetz.nrw

  • Bei Unsicherheiten, Fragen oder Verdachtsmomenten rund um sexualisierte oder interpersonelle Gewalt können sich Betroffene, Vereinsverantwortliche oder andere Personen vertraulich an unsere Ansprechpersonen im Verband wenden.

    Wir hören zu, nehmen eure Anliegen ernst und versuchen, euch bestmöglich zu unterstützen – sei es durch Orientierungshilfe, Informationen oder die Vermittlung an passende Fachstellen.

    Wichtig: Unsere Ansprechpersonen führen keine Fallberatung im engeren Sinne durch und übernehmen keine Betreuung von Betroffenen oder Täter*innen. Diese sensiblen Aufgaben gehören in die Hände spezialisierter Fachberatungsstellen, zu denen wir gerne den Kontakt herstellen. Sie verfügen über die notwendige Qualifikation, um individuell und therapeutisch tätig zu werden.

    Unsere Aufgabe ist es, als erste Anlaufstelle zu fungieren und die Vereine bei der weiteren Vorgehensweise zu begleiten.

Ansprechpartner des TVM zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport

Referentin für Prävention von sexualisierter Gewalt (WTV, TVN & TVM)

Tina Dragutinovic-Moos

tel 02307 92460-24