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Leistungssport, Breitensport

Inklusion im Verein: Tennis ist für alle da!

Tennis verbindet Menschen jeden Alters. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren quer durchs Land stehen mit Begeisterung gemeinsam auf dem Platz. Dass Tennis aber wirklich ein Sport für alle ist, der auch Menschen mit Behinderung fasziniert, zeigt ein neuer Imagefilm, den der Deutsche Tennis Bund in Kooperation mit der Gold-Kraemer-Stiftung produziert und jetzt veröffentlicht hat.

„Unsere Botschaft ist klar: Wir wollen zeigen, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen für Tennis begeistern und sie der Sport in all seinen Facetten willkommen heißt“, sagt Niklas Höfken, DTB-Referent für Rollstuhltennis und Behindertensport und Koordinator des Programms „Tennis für Alle“ der Gold-Kraemer-Stiftung. Der Film zeigt verschiedene Protagonisten mit unterschiedlichen Einschränkungen in emotionalen, dynamischen Bildern bei der Ausübung ihres Lieblingssports.


Sportvereine bieten die ideale Plattform

Rollstuhltennis, Blindentennis, Gehörlosentennis, Tennis von Menschen mit einer geistigen Behinderung – all das gibt es und all das ist bereits Teil des Tennislebens in einigen deutschen Vereinen. „Der Film hilft dabei, die Teilhabe am Tennissport für Menschen mit Beeinträchtigung noch viel erlebbarer zu machen. Wir wollen die Tennisclubs ermutigen, sich damit aktiv auseinanderzusetzen“, erzählt Höfken, der bereits in vielen Tennislandesverbänden Trainer und Funktionäre darin geschult hat, ihren Verein und ihr Training für Menschen mit Behinderung zu öffnen.

„Unsere Sportvereine sind eine ideale Plattform dafür, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenzubringen. Wir sind sehr froh darüber, dass durch die enge Zusammenarbeit von Stiftung und Deutschem Tennis Bund immer mehr Vereine das Potenzial erkennen, ihr Vereinsleben aufzuwerten und in diese Richtung weiterzuentwickeln“, so beschreibt die für Sportentwicklung und damit auch für das Thema Inklusion zuständige DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider die grundsätzlichen Ziele.

„Tennis ist eine tolle Sportart, die selbstverständlich auch mit Handicap viel Freude bereitet! Der Tennisplatz ist also auch ein Platz für Inklusion. Wir wollen hier zusammen mit dem DTB den Tennissport weiterentwickeln und durch die Filme das Bewusstsein schärfen,“ unterstreicht der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland. Die Stiftung engagiert sich mit ihrem Projekt „Tennis für Alle“ schon seit einigen Jahren intensiv dafür, den Tennissport auch für Menschen mit Beeinträchtigung zugänglich zu machen.

Die Gold-Kraemer-Stiftung

Die Gold-Kraemer-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung privater Initiative zur Förderung von geistig und körperlich behinderten, armen, alten und kranken Menschen. Sie ist das Lebenswerk des Ehepaares Hon. Generalkonsul a. D. Paul R. und Katharina Kraemer. Die Inhaber der Juwelierkette Gold Kraemer gründeten sechs Jahre nach dem Tod ihres schwerbehinderten Sohnes im Jahr 1972 die Gold-Kraemer-Stiftung. Mit ihr bündelten sie ihr vielfältiges karitatives Engagement. Die Eheleute entschieden, dass mit ihrem Tod die Juwelierkette Gold Kraemer und ihr Privatvermögen der Gold-Kraemer-Stiftung übertragen wurde. Diese engagiert sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Sparten. Eine davon ist der Sport mit dem Projekt „Tennis für Alle“. Die Keimzelle für dieses Projekt war ein regelmäßig stattfindendes Rollstuhltennistraining in Köln – damals initiiert von der Paralympics-Medaillengewinnerin Regina Isecke. Daraus entstanden nicht nur Camps und Turniere, sondern auch der Gedanke, den Tennissport für Menschen mit Beeinträchtigung zu öffnen.

Inklusion im Deutschen Tennis Bund

Der Deutsche Tennis Bund setzt sich als drittgrößter Sportverband Deutschlands ausdrücklich dafür ein, sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern auf den Weg der Inklusion zu machen. Inklusion bedeutet, dass sich die Vielfalt unserer Gesellschaft in allen Teilbereichen widerspiegelt. Sport, konkret Tennis, ist eine ideale Plattform für ein respektvolles Miteinander, wo Verschiedenheit normal ist und individuelle Stärken und Schwächen als Chance gesehen werden.

Ansprechpartner für Vereine und Interessierte

Der DTB führt regelmäßig in den Landesverbänden im Rahmen der Aus- und Fortbildung der Trainer eine Qualifizierungsmaßnahme in Theorie und Praxis durch. Er unterstützt die Akteure dabei, inklusive Strukturen aufzubauen und eine eigene Inklusions-Philosophie zu entwickeln. Auch bei der Generierung von finanziellen, strukturellen und organisatorischen Hilfen vom Land, von Verbänden und Kommunen werden Hilfestellungen gegeben.

Kontakt:
Deutscher Tennis Bund
Niklas Höfken
E-Mail: niklas.hoefken@tennis.de