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2. Frauen-Bundesliga: Marienburger SC vor dem Aufstieg

Am vorletzten Spieltag der 2. Frauen Bundesliga hat der Marienburger SC mit dem 6:3 Auswärtssieg beim THC von Horn und Hamm seine Erfolgsserie fortgesetzt. Als bislang einzige Mannschaft ohne Niederlage hat der MSC somit gute Chancen bei einem noch ausstehenden Spiel in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Gegner ist am Montag (11 Uhr) auf der heimischen Anlage der in der Tabelle abgeschlagene und noch sieglose Lintorfer TC, gegen den die Gastgeber im Kölner Süden nur noch zwei Matchpunkte benötigen, um alles klar zu machen.

Marienburger SC

Wir wollen natürlich auch das letzte Spiel gewinnen“, unterstreicht Trainer Yannick Schramm die Ambitionen der Mannschaft bis zum letzten Ballwechsel. Beim THC von Horn und Hamm musste der Trainer kurzfristig auf den Einsatz von Panna Udvardy verzichten. Die Ungarin hatte es nicht mehr geschafft rechtzeitig von einem Turnier aus den Staaten pünktlich zum Bundesligaeinsatz in Hamburg zu sein. Dafür rückte Frauke Eppert nach, die kurzfistig aus Köln nachgereist war. Sie musste sich wie Marine Partoud an Nummer 1 geschlagen geben.

Ansonsten verlief es wie geplant für die Gäste aus Köln. Nach dem 4:2 Vorsprung aus den Einzelspielen machten das erste Doppel (Partoud/Ponomar) und die zweite Paarung (Rosca/Rennert) mit ihren klaren Zweisatzsiegen alles klar. Die Gastgeber setzten alles auf das dritte Doppel, um für den Fall der Fälle im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Matchpunkt zu Hause zu behalten. Das klappte in zwei Sätzen gegen Katharina Hering und Frauke Eppert.

"Ich war wieder mal mit dem Auftritt meiner Spielerinnen zufrieden“, bilanzierte der Coach den vorletzten Spieltag. Jetzt kommt es am Pfingstmontag zum großen Aufstiegsfinale. Gelingt der Sprung in die Eliteliga wäre es der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Daran zweifelt wohl niemand mehr. Die Zeichen stehen auf Feiern. Da vorsorglich das jährliche Saisonfest auf den Pfingstmontag gelegt wurde, lohnt sich der Pfingst-Ausflug zur Anlage an der Schillingsrotter Straße. Motto: Das eigene Team anfeuern und sich anschließend mit den Aufsteigerinnen das ein oder andere Bierchen genehmigen. Eine weitere Motivationsspritze für die Gäste wurde auf der Homepage des Clubs frühzeitig angekündigt: "Aperol Spritz" für alle. Eine andere Variante für Freibier für alle. Für das große Finale will Yannick Schramm nichts dem Zufall überlassen. "Wir werden wohl mit derselben Aufstellung antreten wie in Hamburg." Möglicherweise wird Julia Rennert noch zum Einsatz kommen.

Gelingt der Aufstieg hätte der TVM in der nächsten SaIson mit dem MSC und Blau-Weiss Aachen zwei Teams in der 1. Bundesliga. Die Aachenerinnen müssen aber bis Sonntag noch abwarten, ob sie auch künftig erstklassig bleiben. Die MSC-Macher um Trainer Yannick Schramm und Sportwart Michael Müncker haben auf jeden Fall alles richtig gemacht. Bereits vor Saisonbeginn gaben sie selbstbewusst das ambitionierte Ziel „Aufstieg" bekannt. Eine mutige Aussage, da im Tennisbundesliga-Geschäft so gut wie alles möglich ist. Bis Dienstag wollen sie die vergangene Saison noch einmal sacken lassen. Ab Mittwoch geht der Blick nach vorne. Dann darf erstklassig geplant werden....

RTHC Bayer Leverkusen

Trainer Ralf Lampe war nach der 4:5 Niederlage seiner Mannschaft gegen Union Münster wieder mal sichtlich genervt."Wir spielen immer super und verlieren dann immer." Seinen Schützlingen macht er keinen Vorwurf. "Gegen uns sind die anderen immer in Bestbesetzung angetreten“, rätselte er noch lange nach dem Spiel über das vermeintliche Schicksal seiner Truppe.

Punktegaranten waren für Leverkusen wieder mal im Einzel Romy Kölzer (an Nr. 2) und Lena Hofmann (an Nr. 4). Es waren alles sehr enge Matches“, analysierte Ralf Lampe den 4:2-Vorsprung der Gastgeberinnen zur Halbzeit. Aber, so der Coach, es hätte auch genauso gut anders herum heißen können. Seinen Spielerinnen zollte er eine tolle Moral, denn auch im Doppel war für die Gäste noch vieles möglich. Alle drei Doppel wurden erst im Champions Tiebreak entschieden. Unglücklich war für die Gäste aus Leverkusen, dass der entscheidende fünfte Punkt für Münster auch erst mit 6:10 klar gemacht wurde. Keinen Vorwurf gabs danach für die knapp unterlegenen Katharina Rath und Janneke Wikkerink.

Auf die gute Moral seiner Truppe setzt Ralf Lampe nun am Montag (11 Uhr) im "echten" Finale um den Klassenerhalt auf der Anlage am Kurtekotten in Leverkusen. "Wir müssen gegen von Horn und Hamm gewinnen“, bringt es der Coach auf den Punkt. Alles andere bedeutet den Abstieg. Die Gäste, die in der Tabelle einen Sieg mehr vorweisen als der RTHC, wissen um die Brisanz der letzten Begegnung. "Die werden natürlich auch wieder alles auffahren, um hier zu gewinnen, um drin zu bleiben“, ist man sich in Leverkusen im klaren. Antreten werden die Gastgeber mit einer Ausländerin. Mehr wil Ralf Lampe nicht verraten. Wenn alles klappt, wie er sich das vorstellt, soll aber bis zum Abwinken gefeiert werden. Er hat es versprochen. (Michael Thoma)