2. Frauen-Bundesliga: Sieg und Niederlage für die TVM-Vertreter
In der 2. Bundesliga der Frauen hat der Marienburger SC seinen Erfolgskurs fortgesetzt. Auch im vierten Spiel blieb das Team gegen Blau-Weiss Berlin ungeschlagen (8:1). Eine Niederlage gab es für den RTHC Leverkusen. Die Spielerinnen von Trainer Ralf Lampe verloren gegen den Club an der Alster Hamburg mit 2:7.
Marienburger SC
Der Tisch ist gedeckt. Der MSC kann die Aufstiegsfeier planen. An Pfingstmontag wird es wohl so weit sein, dass die Spielerinnen um Trainer Yannick Schramm ihr bereits vor der Saison angekündigtes Vorhaben in die Tat umsetzen werden. "Wir haben die stärksten Gegner hinter uns gelassen", bilanziert der Coach den bisherigen Verlauf. Jetzt folgt die Kür. In den beiden noch ausstehenden Begegnungen gegen den THC von Horn und Hamm (auswärts) sowie den Lintorfer TC (Heimspiel) wäre alles andere als ein Sieg der Mega-Gau für die ambitionierte Mannschaft aus dem Kölner Süden.
"Wir werden die beiden letzen Auftritte aber nicht auf die leichte Schulter nehmen", verspricht Yannick Schramm, der aber gleichzeitig erklärt, dss sie wohl nicht mit der allerbesten Truppe antreten. Einige der deutschen Spielreinnen aus dem Kader sollen eingesetzt werden um ein wenig Bundesliga Aufstiegsluft zu schnuppern.
Das drittletzte Spiel gegen Blau-Weiss Berlin verlief für die MSC-Macher überraschend einfacher als erwartet. "Ich dachte an mehr Widerstand, an ein Spiel auf Augenhöhe", blickte Yannick Schramm zufrieden zurück. Die einzige Niederlage leistete sich an Nr. 1 Irina Fetecau, die nach der Tiebreak Niederlage im ersten Satz ein wenig den Faden verlor. "Da war sie wohl mental nicht mehr so richtig bei der Sache", rüffelte sie der Trainer ein wenig. Der zweite Satz ging dann sang- und klanglos an Stephanie Wagner.
Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:0, dem schnell das 5:1 folgte. Drei Doppelsiege rundeten die Pflichtübung ab. Endstand 8:1. Für die Spielerinnen stehen bis Samstag nun ein paar Ruhetage auf dem Programm. Am Samstag geht es auf die letzte 2. Liga Fahrt gen Norden zum THC von Horn und Hamm nach Hamburg. Dann soll zwei Tage später am Pfingstmontag der Aufstieg zuhause gegen den Lintorfer TC eingetütet werden. Das Festkomitee hat also noch ein paar Tage Zeit, eine erstklassige Feier vorzubereiten. Motto: nie mehr 2. Liga.
RTHC Leverkusen
Für den anderen TVM-Zweitligisten aus Leverkusen war gegen den Club an der Alster Hamburg vor heimischen Publikum nichts drin. "Ich war schon überrascht mit welcher Aufstellung die volle Lottte hier angetreten sind", war auch Trainer Ralf Lampe schnell klar, dass es an diesem Tag nichts zu holen gab. Pech hatte sein Team, dass Romy Kölzer, die an Nummer 1 spielte, wegen einer Oberschenkelverletzung ihr Einzel im zweiten Satz aufgeben musste. "Es war uns zu riskant", kommentierte Lampe diese Entscheidung. Ohne Spiel ging deshalb auch das 1. Doppel (Kölzer/Weinstein) an die Gäste aus Hamburg,
Der einzige Punkt im Einzel gelang Lena Hofmann an Nummer 3. Sie besiegte im Champions Tiebreak die Polin Kawa Katarczyna mit 10:8. Dafür gabs viel Lob vom Trainer. "Es war en Mega-Fight von Lena. Die Gegnerin ist in der Weltrangliste immerhin eine Top 200 Spielerin."
Über den zweiten Sieg freuten sich im 3. Doppel noch Arlinda Rushiti und Katharina Rath. Endstand 2:7. Für Leverkusen bleibt die Erkenntnis, dass sie gegen Mannschaften, die "volle Lotte" aufstellen, kaum gewinnen können. "Das wissen wir und daran können und wollen wir auch nichts dran ändern", verweist Coach Ralf Lampe auf die Clubphilosophie, die eben auch ihre finanziellen Grenzen kennt.
Zum Abschluss der Saison kann es für den Klassenerhalt nun noch etwas eng werden. Gegner sind am Samstag (8. Juni - 12 Uhr) zunächst in einem Auswärtsspiel Union Münster, bevor zum Abschluss am Pfingstmontag (8. Juni - 11 Uhr) der THC von Horn und Hamm beim RTHC aufschlägt. "Wir müssen möglichst ein Spiel wenigsten gewinnen und ansonsten einfach nur viele Matches und Punkte verbuchen", weiß der Bundesligaerfahrene Coach, dass zum Schluss wieder viel gerechnet werden wird. (Michael Thoma)