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Frauen-Bundesliga: 2. Spiel - 2. Sieg für BW Aachen

In der Frauen Bundesliga hat Blau-Weiss Aachen am zweiten Spieltag den TC Waldau Stuttgart mit 5:4 besiegt. Nach ihrem Auftaktsieg in Hannover bleiben die Aachenerinnen somit neben dem Team von Bad Vilbel als einzige Mannschaft ungeschlagen. In der Tabelle ist Aachen Zweiter.

Es war ein wahrer Krimi auf der Anlage am Luxemburger Ring, als beim Stande von 3:3 nach der Einzelrunde die Doppel die Entscheidung bringen mussten. Der Spielbericht vermeldet 19.40 Uhr als im letzten Spiel das erste Aachener Doppel den Matchball zum fünften Punkt perfekt machte. Ysaline Bonaventure und Demie Schuurs waren mit ihrem 7:6, 6:1-Erfolg die Matchwinner des Abends. In den beiden anderen Doppelbegegnungen gelang zuvor beiden Mannschaften je ein Sieg. Für Aachen punkteten im dritten Doppel Marie Benoit und Evelyn Boeykens während im zweiten Doppel die Gäste aus Stuttgart noch einmal den 4:4 Ausgleich herstellten. Das slowenisch polnische Paar Dalila Jakupovic und Katarzyna Piter besiegten Quirine Lemoine und Eva Wacanno mit 6:1 und 6:4.

Im entscheidendem Match konnte Aachens Trainer Team auf Demie Schuurs zurückgreifen. Die Doppelspezialistin war beim WTA-Turnier in Madrid ausgeschieden, bevor sie am Donnerstag pünktlich in Aachen eintraf, um einen Tag später ihrem Team zum entscheidenden Sieg zu verhelfen. Mit ihrer neuen belgischen Mannschaftskollegin Ysaline Bonaventure hatte Demie Schuurs im ersten Satz noch etwas Mühe, um im Tie-Break mit 9:7 gegen Zaja Ana und Kimberly Zimmermann den Grundstein für den fünften Aachener Punkt zu legen. Der zweite Satz war mit 6:1 für die belgische-niederländische Koproduktion dann ein klare Angelegenheit. Für Demi Schuurs hieß es nach dem jubeln dann gleich wieder Koffer packen. Am Samstag düste sie wieder gen Süden, dieses mal Rom, um wieder internationale Punkte zu ergattern. "Sie wird uns deshalb im Spiel am Sonntag gegen Karlsruhe-Rüppurr nicht zur Verfügung stehen", kündigt Steffie Fritschi für den nächsten Heimauftritt am Sonntag (11 Uhr) Umstellungen an. Im Grund werden aber wieder die Spielerinnen das Vertrauen ihrer Trainer erhalten, die die beiden ersten Siege möglich gemacht haben.

Im Einzel konnten für Aachen die an 1 bis 3 aufgestellten Spielerinnen mit Siegen überzeugen.Ysalione Bonaventure, Quirine Lemoine und Marie Benoit legten mit ihren Zweisatzsiegen den Grundsten für den 3:3 "Halbzeitstand". Geschlagen geben musste sich die "untere Hälfte". An Nr. 4 hatte Magali Kempen im Champions Tiebreak gegen Katarzyna Piter knapp mit 9:11 das Nachsehen. "Schade, dass sie zwei Matchbälle nicht verwerten konnte", trauerte Steffi Fitschi ein wenig einem weiteren Sieg nach. Klarer war die Niederlage von Evelyne Boeykens (1:6, 6:7 gegen Laura Rüfter) sowie die von Julia Kimmelmann (5:7, 0:6 gegen Laura Schaeder).

Zum Schluss war die Freude vor 400 Zuschauern bei allen groß. "Jetzt sind wir auf einem guten Weg, um die Klasse zu halten", atmete Steffi Fritschi nach dem letzten Ballwechsel erleichtert durch. Noch will sie aber nicht vom Klassenerhalt sprechen. "Dafür sind die anderen Ergebnise bisher zu durchwachsen", bleibt die Trainerin noch ein klein wenig skeptisch. Der nächste Gegner aus Karlsruhe, der sein Auftaktspiel ebenfalls gewonnen hatte, musste sich beim zweiten Auftritt zuhause gegen Essen Bredeney deutlich mit 2:7 geschlagen geben, obwohl an Nummer 1 die deutsche Spitzenspielerin Laura Siegemund mitspielte.

"Es wird deshalb für uns nicht einfach werden", blickt Steffi Fritschi etwas angespannt auf das Sonntagspiel. Aber mit den beiden Siegen im Rücken wollen ihre Spielerinnen unverkrampft aufspielen. Warum nicht zum dritten Mal gewinnen? Dann hätte das Team die Pause bis zum 2. Juni (Heimspiel gegen Dresden Blaswewitz) wahrlich verdient - und natürlich auch den Klassenerhalt. Der wäre Aachen dann wohl nicht mehr zu nehmen (Michael Thoma).