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Organisation und Termine

​Bezirkstag LRH 2021

Erfahrene gehen - Neue kommen. Flutkatastrophe und Corona. Nach 1 ½ Jahren Abstinenz wurde wieder einmal ein Bezirkstag durchgeführt, diesmal beim HTC SW Bonn und das sogar in Präsenz.

Insgesamt lauschten 25 Vereinsvertreter und Vorstandsmitglieder (nach 3G) Mitte November zunächst den Ausführungen des Bezirksvorsitzenden Christoph Ostendorf – eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass 91 Vereine im Bezirk linksrheinisch der Einladung hätten folgen können

Der Tag startete mit einigen personellen Veränderungen im erweiterten Vorstand und scheidende Personen wurden geehrt.
Unter anderem Dieter Schermer, langjähriger Pressereferent im TVM-Vorstand, der sich aus persönlichen Gründen entschieden hat sein Amt niederzulegen. Er hat die Aufgaben auch im Bezirk Linksrheinisch 14 Jahre lang mit großem Einsatz und viel Know-How ausgefüllt. Alle Vorstandsmitglieder lobten die Arbeit von D. Schermer und dankten ihm mit langem Applaus. Des Weiteren gibt Jürgen Ehlen (seit 02/2020 Schiedsrichterreferent und 05/2020 Wettspielleiter im Verband) seine Aufgabe im Bezirk an Max Randerath weiter. Neue Jüngstenreferentin ist Lisa Web und Phil Damann kümmert sich ab sofort um die Belange der J-Teams. Im Jugendbereich arbeitet Bezirkstrainer Andreas Poppe mit sogenannten Kooperationstrainern, die in gemeinsamen Diskussionen und Lehrgängen die Jugendarbeit intensivieren sollen. Hier wurden neu in diese Funktion Markus Bleffert und der scheidende Bezirkstrainer Felix Bonanni berufen. Letzterer wurde noch einmal gesondert für seine Leistungen als Bezirkstrainer, die sich u.a. in vielen Teamcup-Erfolgen widerspiegeln, geehrt.

Ebenfalls belobigt wurden die Leistungen von Anton Kotz (langjähriger Referent für Schiedsrichterwesen) und Hans Kettenhofen, der mehr als 40 Jahre im TVM als Oberschiedsrichter aktiv war.

Unruhige Monate

Im zweiten Teil des Tages beschrieb der 1. Vorsitzende die letzten 1,5 Jahre, die durch Corona und die Flutkatastrophe in diesem Sommer erneut für Alle herausfordernd waren.

Zu den Mitgliederzahlen: Während die Vereine bei den erwachsenen Mitgliedern 2021 sogar einen leichten Anstieg (aktuell 16.562 Mitglieder) verzeichneten, stagnierte die Zahl der aktiven Jugendlichen eher. Hier gilt es durch attraktivere Angebote (z.B. Paddle-Tennis) Werbung zu betreiben. Eine Statistik zur Besetzung verschiedener Altersklassen bei den Mannschaftsspielen zeigte ein besonderes Problem bei den 30ern.

Auch die Arbeit der Sportwarte war in erster Linie von Corona und später der Flutkatastrophe geprägt. Bezirksmeisterschaften und Pokal mussten 2020 und 2021 entfallen. Die Terminierung der Mannschaftsspiele war in beiden Jahren problematisch. So mussten z.B. 2021 2700 Begegnungen kurzfristig neu angesetzt werden. Weitere Probleme bestehen auch aktuell noch, wie man die Vereine, die vom Hochwasser betroffen waren, fair behandeln kann, egal, ob sie zurückgezogen oder geschwächt weitergespielt haben.

Viel Einsatz der Trainer für die Jüngsten

Die Kinder und Jugendlichen durften nicht in die Schule, Homeschooling war ständig Thema und auch Tennis spielen war nicht erlaubt. Nun galt es sich dennoch fit zu halten und Alternativen zu finden. Einige Vereine und somit Trainer haben in dieser schwierigen Zeit Alternativen angeboten. Hier sprach Jugendwartin, Nicole Kreienborg, Andreas Poppe und Team einen großen Dank aus. Die Trainer stellten in kurzer Zeit ein tolles Fitnessprogramm mit Videos auf die Beine, sodass der Kontakt weiterhin zu den Kaderkindern bestand und die Kinder und Jugendlichen weiter „am Ball“ blieben bzw. weiterhin FIT gemacht wurden. Anfang Mai konnte man dann endlich, mit Einschränkung, aber immerhin wieder Tennis spielen. Durch immer wieder sich ändernde Regelungen, mussten man sich immer wieder neu organisieren, gerade was das Jugendtraining in den Vereinen und somit auch im Bezirk angeht. Aber nach dem Motto: „ geht nicht, gibt’s nicht“. So spielte der Bezirk bis zum ersten Bodenfrost tapfer draußen. Ab November, war dann kein Tennis spielen in den Hallen erlaubt und Konditionstraining angesagt. Auch das Jahr 2021 startete nicht unbedingt besser und somit ging die Saison 2021 erst Anfang April mit der Sandplatzsaison los.

Das Problem: Spielberichtsbögen

Ein großer Kritikpunkt betraf das Ausfüllen der Spielberichtsbögen, das ihm, dem Schiedsrichterwart und der Geschäftsstelle viel überflüssige Arbeit beschere. Er wird dafür plädiert, dass Mannschaftsführer Nachfragen in Bezug auf Regelfragen nur noch über den Sportwart an die Geschäftsstelle richten sollten und dass Mannschaftsführer durch den Verein intensiv in der Spielberichtserstellung geschult werden sollten und es andernfalls mit Bußgeldern zu belegen.

Das wird NEU

Um das Spielen in mehreren Altersklassen besser zu ermöglich, sollen Spieltage benachbarter Altersklassen etwas entzerrt werden. Um die Teilnahme an Mannschaftsspielen der Altersklasse 30 zu fördern, wird hier erstmals eine Mixedkonkurrenz eingeführt.
Im Winter 2022 ist, laut Jugendwartin Nicole Kreienborg, erstmals ein Mixed-Konkurrenz U12 geplant.

Außerdem möchte der Bezirk im kommenden Jahr wieder Kreismeisterschaften (Jugend) durchführen. Ein Ausrichter für die Finalspiele aller Kreise wird noch gesucht. Als Ausrichter für die Bezirksmeisterschaften stehen wieder der THC Brühl und der TC Fredenbruch Brühl zur Verfügung.

Flutkatastrophe

Der Bezirk LRH hat zusätzlich zum Verband eine Abfrage unter den schwer geschädigten Clubs zu erforderlichen Hilfen und zum weiteren Wettspielbetrieb, bzw. gewünschten Rückzügen durchgeführt. Aufgrund dieser Abfrage wurden zahlreiche Freundschaftshilfen organisiert, einige Trainer auf Anlagen befreundeter Clubs vermittelt und die Anforderungen zu Unterstützungshilfen über den LSB aufgenommen. Auch konnten Benefizveranstaltungen (z.B. des TC Gymnich) durchgeführt werden. Ein Spendenaufruf zur finanziellen Unterstützung der betroffenen Vereine war ebenfalls erfolgreich: 15.000 EUR (Stand Oktober 2021) konnten gesammelt werden. Eine Großspende des Pulheimer SC in Höhe von 5.000 EUR inklusive. Inzwischen bauen die Betroffenen Vereine ihre Anlagen wieder aus oder sind, wie der TC Liblar bereits wieder in Betrieb.

Andreas Poppe sprach einen besonderen Dank an die Erftstädter Vereine aus, die in der Flutkatastrophe die betroffenen Vereine in vieler Hinsicht immer wieder unterstützt haben.

Zum Abschluss

Es war insgesamt ein informativer Tag mit wichtigen Vorträgen und anregenden Diskussionen. Wünschenswert wäre im kommenden Jahr ein größeres Interesse der Vereine und Mitglieder am Bezirkstag. Nicht nur wegen des besonderen Highlights am Schluss. HTC-Clubwirt Manuel Mendes und sein Team servierten viele leckere Tapas, die zu weiteren Diskussionen im kleinen Kreis einluden.