Frauen-Bundesliga: Heimspiel im Doppelpack
Nach ihrem erfolgreichen Start in die neue Saison geht es für Blau-Weiss Aachen am Wochenende mit zwei Heimspielen weiter. Am Freitag (13 Uhr) trifft das Fritschi-Team auf Waldau Stuttgart, zwei Tage später (11 Uhr) gastiert der TC Karlsruhe Rüppurr auf der Anlage am Luxemburger Ring.
Für die Gäste aus dem Schwabenland ist das Spiel am Freitag der Einstieg in die neue Saison. Karlsruhe Rüppurr startete zum Auftakt erfolgreich wie die Aachenerinnen mit einem 6:3-Sieg über Dresden Blasewitz. Beim Nachrücker in Dresden boten die Karlsruher mit zwei ihrer Spitzenspielerinnen, Stefanie Vögele (WTA 97) und Laura Siegemund (WTA 99) gleich zwei Top 100-Spielerinnen auf. "Die wollen Deutscher Meister werden, deshalb werden sie versuchen auch in Aachen nachzulegen", schätzt Aachens Coach Steffi Fritschi die Ambitionen der Sonntags Gegnerinnen ein. Im Kader ist auch Sabine Lisicki gemeldet, die inzwischen zwar in der WTA-Rangliste zuletzt nach zahlreichen Verletzungen auf Platz 298 abgefallen ist, aber mit ihrem Namen sicher auch bei den Zuschauern noch in bester Erinnerung sein dürfte. Sie war vor sechs Jahren die erste deutsche Spielerin, die nach Steffi Graf wieder das Finale in Wimbledon erreicht hatte, das sie dann gegen die Französin Marion Bartoli in zwei Sätzen verlor.
Ein wenig mehr Bammel hat Steffi Fritschi vor dem Freitag-Gegner Waldau Stuttgart. "Die kommen bestimmt mit einer ganz starken Mannschaft nach Aachen", verweist sie auf deren Spitzenkräfte Anna-Lena Friedsam (WTA 50) und Mona Barthel (WTA 84). Beide sind nicht beim Turnier in Rom im Einsatz und sind, so Aachens Trainerin, für das Spiel am Freitag verfügbar. Gerne erinnern sich die Gastgeberinnen an die letzte Saison, als Aachen mit einem 5:4-Sieg gegen die Stuttgarterinnen mitten in der Saison einen ganz wichtigen Sieg verbuchte. "0:3 lagen wir damals im Rückstand", erinnert sich das Aachener Trainer-Team. Für den Klassenerhalt war der Erfolg später die Vorentscheidung. Auch die Gegnerinnen werden sich daran erinnern. Entsprechend ambitionniert werden sie in Aachen auftreten. Stichwort Wiedergutmachung.
Aachens Team wird am Freitag und Sonntag nahezu mit der identischen Truppe aufschlagen wie beim Auftaktsieg in Hannover. Einzige Veränderung: wie abgesprochen wird an der Position sechs Julia Kimmelmann für Paula Kania aufschlagen. Das heißt die besten der Blau-Weissen, Petra Martic, Aleksandra Krunic und Polona Hercog werden nicht dabei sein können, da sie noch erfolgreich international im Einsatz sind. "Sollte eine von ihnen frühzeitig beim Turnier in Rom ausscheiden, dann stünde, so das Trainer-Ehepaar Steffi und Thilo Fritschi, einem Einsatz nichts im Wege. Voraussetzung die Piloten streiken nicht.
Egals wies kommt. Aachen vertraut auch "ohne drei gespielt" wieder dem Erfolgsteam vom 1. Spieltag. Nach den beiden Heimspielen darf dann bereits ein kleines Zwischenfazit gezogen werden. Dann gibts die Spielpause bis zum 2. Juni, bevor es mit einem weiteren Heimspiel gegen Dresden Blasewitz weitergeht. Für die wird dann möglicherweise Andrea Petrovic aufschlagen. Vorsorglich hat der Verein für dieses Spiel mit dem Promifaktor das jährliche Bundesliga-Frühstück für die Sponsoren, Mitglieder und alle blau-weissen Fans auf der Anlage angesetzt. Geplant war dafür zunächst der bevorstehende Sonntag mit dem Heimspiel gegen Karlsruhe Rüppurr. Das April-Wetter im Mai hat die Clubführung aber veranlasst, den Termin zu verschieben. Dann soll es, so die Wettervorsage im Club Newsletter "wärmer" sein. Andrea Petkovic wird sich freuen und sicher mit frühstücken, wenn sie in Aachen aufschlagen sollte. (Michael Thoma)