Frauen Bundesliga: Optimaler Start für Blau-Weiss Aachen
Im ersten Spiel der neuen Saison besiegte Blau-Weiss Aachen in einem Auswärtsspiel den DTV Hannover mit 6:3. Bereits nach den Einzel führten die Gäste aus Aachen mit 4:2. Zwei Doppelsiege machten den 6:3-Erfolg perfekt.
"Der Vorsprung nach den Einzel ist nicht hoch genug zu bewerten, da die an 1 bis 4 gesetzten Spielerinnen alle ranglistenmäßig höher eingestuft sind als unsere Mädels", verteilteThilo Fritschi ein besonderes Lob an Ysaline Bonaventure (Nr. 1) und Magali Kempen (3), die ihre Matches jeweils in drei Sätzen im Champions-Tiebreak gewinnen konnten. Besonders freute sich das Aachener Trainer Team über den Erfolg von Neuzugang Ysaline Bonaventure. Die Belgierin war eigentlich zunächst nicht eingeplant. "Aus ihrer Sicht hat sie leider die Quali in Madrid nicht geschafft", erläutert Thilo Frtischi den kurzfristigen Einsatz der Belgierin, der sich für das Bundesligateam bezahlt machen sollte. Sie kam erst Samstagabend nach Aachen angereist um dann mit den Spielerinnen, die nicht mehr auf Turnieren unterwegs waren, nach Hannover zu reisen.
"Für sie hat es mich besonders gefreut, dass sie gleich in ihrem ersten Spiel für Blau-Weiss eine so starke Leistung bot und dann auch noch gewinnen konnte", schwärmte der Trainer auf der Rückfahrt im Bus am Telefon von seiner Neuen. Nicht selbstverständlich waren aber auch die Siege von Elyne Boeykens (5) und Paula Kania (6), die jeweils in zwei Sätzen ihre Erfolge unter Dach und Fache brachten. "Es ist schon erstaunlich, wie professionell Elyne Boeykens auf dem Platz präsent ist, wenn sie für Blau-Weiss aufschlägt", lobten Thilo und Steffi Fritschi die Spielerin, die eigentlich gar nicht mehr als Profi auf Turnieren unterwegs ist. Dass man sich auf Paula Kania an der Position 6 verlassen kann, darüber war sich das Blau-Weiss Trainerteam im klaren, obwohl sie zuletzt wegen einer Verletzung nicht so aktiv sein konnte wie in den Jahren zuvor.
Die Niederlagen von Quirin Lemoine und Marie Benoit waren auch vom Ergebnis her in jeweils zwei Sätzen eine klare Angelegenheit für dasTeam der Gastgeberinnen.
4:2 zur "Halbzeit", das sah nach einem deutlichen und auch beruhigenden Vorsprung für Aachen aus. Aber dem war so nicht. Thilo Fritschi. "Es war auf einmal noch ganz eng", schildert der Trainer die entscheidende Phase. Erleichterung dann, als das dritte Doppel, Quirine/Wacanno, den fünften Punkt perfekt machten. Benoit/Boeyken verloren ihr Match knapp in drei Sätzen, während zum Schluss noch Kania/Bonaventure ihr Doppel klar in zwei Sätzen für sich entschieden.
Der Jubel und die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt war entsprechend groß. So könnte es weitergehen. Vor dem Spiel hatte Thilo Fritschi noch davon gesprochen, dass zwei Siege für den Klassenerhalt reichen. Das heißt "halbe Miete". "Es war schon ein Stück Richtung Klassenerhalt, aber wir müssen abwarten", bleibt der Coach realistisch aber weiterhin positiv. Ihre Auftakt-Euphorie wollen die Spielerinnen bis zum Wochenende konservieren. Dann können sie ihren Fans auf der heimischen Anlage beweisen, dass der Auftaktsieg keine Eintagsfliege war. Zunächst gastiert am Freitag Waldau Stuttgart und zwei Tage später der TC Karlsruhe Rüppur auf der Anlage am Luxemburger Ring in Aachen. (Michael Thoma)