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Leistungssport

Damen Bundesliga: BW Aachen kurz vor Schluss auf Platz zwei

War es das mit der Titelverteidigung für Blau-Weiss Aachen? Am 5. Spieltag unterlag der Deutsche Meister beim Vizemeister TC Bredeney mit 3:6. Beide Teams hatten vor diesem „Finale“ eine weiße Weste. Gewinnen die Spielerinnen aus Essen noch die beiden letzten Spiele (gegen Waldau Stuttgart und Heidelberger TC), dann ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen. Aachen muss im vorletzten Spiel noch in Hamburg antreten, bevor zum Abschluss der SCC Berlin auf der Anlage am Brüsseler Ring erwartet wird.

​Aachens Spielerin Anna Bondar. Foto: BW Aachen.

Aachens Spielerin Anna Bondar. Foto: BW Aachen.

Der Auftakt im Meisterjahr verlief für das Team aus Aachen wie geplant. „Wir wollen die ersten vier Spiele gewinnen,“ war sich Coach Thilo Fritschi vor der Saison darüber im Klaren, dass das Aufeinandertreffen mit dem TC Bredeney am 5. Spieltag für den Titel richtungsweisend sein würde.

Das letzte Spiel der englischen Woche stand für die Gäste aus Aachen unter keinem günstigen Stern. Personell musste die Teamleitung auf die beiden Spitzenspielerinnen aus Ungarn, Anna Bondar und Panna Udvardy, sowie auch auf die Niederländerin Suzan Lamens verzichten. „Das Problem war der Termin für die Qualifikation der French Open“, erläutert Thilo Fritschi die personellen Umstellungen.

An der Spitzenposition musste somit die im Kader an Nr. 8 gesetzte Niederländerin Julie Belgraver ran. Und zur großen Überraschung gelang der 23-jährigen, die neu im Meisterteam war, ein klarer 6:3 6:2 Sieg über die deutsche Spitzenspielerin Tatjana Maria. Den zweiten Aachener Punkt sicherte Quirine Lemoine, die ihren Sieg im Champions Tiebreak sicherstellte. Den dritten Siegpunkt für die Aachenerinnen verpasste knapp an Nummer 3, Ysaline Bonaventure, die sich erst in der Verlängerung, also im Champions Tiebreak, gegen Eva Vedder geschlagen geben musste. „Das war knapp. Ein 3:3 war möglich,“ trauerte Thilo Fritschi dem besseren Halbzeitstand nach. Somit stand es 2:4 nach den Einzelspielen.

Trotz des Rückstands traute sich das Meisterteam aus Aachen in den Doppeln noch einiges zu. Ihre Doppelstärke hatten sie auch in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Dann kam jedoch alles anders. Beim Aufwärmen zog sich Quirine Lemoine einen Hexenschuss zu. An der Seite von Julie Belgraver versuchte sie es dennoch. Aber nach einem Spiel musste sie passen. Es ging nicht mehr weiter. Damit ging der fünfte entscheidende Punkt schnell an die Gastgeber. Die Luft war raus. Der Sieg im dritten Doppel hübschte das Ergebnis noch etwas auf.

„Trotz allem sind wir mit der Leistung der Mannschaft zufrieden,“ zog der Coach eine positive Bilanz. „Wir wissen, dass die Titelverteidigung jetzt sehr schwierig sein wird, da Bredeney wohl nicht mehr patzen wird,“ blickte er nüchtern und realistisch auf die beiden letzten Spiele. „Auf jeden Fall wollen wir unsere beiden letzten Spiele gewinnen.“

Die Spielerinnen aus dem Süden von Essen steuern nach dem 6:3 Erfolg ihren fünften Meistertitel an. Der Vizemeister von 2025 hatte zuvor vier Mal in Folge den Titel nach Essen geholt.

Tabelle und Spielplan der 1. Tennis-Bundesliga der Damen

Text: Michael Thoma