DTB-Mitgliederversammlung: Neue Strategie DTB:2032 – verdiente Ehrungen für Kuno Stirnberg und Andreas Poppe
„Nur gemeinsam können wir den Tennissport in Deutschland weiterentwickeln und erfolgreich gestalten“, betonte DTB-Präsident Dietloff von Arnim in seiner Rede. „Mit der Strategie DTB:2032 schaffen wir ein zukunftsfähiges Fundament für TennisDeutschland, auf dem alle Landesverbände, Vereine und Akteure aufbauen können.“ Von Arnim erinnerte in seiner Ansprache zudem an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Davis-Cup-Kapitän Niki Pilic, der „wie kaum ein anderer für Zusammenhalt und Teamgeist im deutschen Tennis stand“. Seine Haltung, dass Erfolg nur als Gemeinschaft möglich sei, bilde auch den Geist der neuen Strategie ab, so der Präsident.
Gemeinsame Ziele für ein starkes TennisDeutschland
Präsidium, Vorstand und Bundesrat hatten sich im laufenden Jahr intensiv mit der neuen Strategie und dem daraus resultierenden Arbeitsprogramm auseinandergesetzt. Die verabschiedete Strategie definiert eine gemeinsame Vision, Mission, Werte und Ziele für den Tennissport in Deutschland und bildet damit die Grundlage für die strategische Weiterentwicklung des DTB und der Landesverbände. Die vier übergeordneten Ziele der Strategie lauten: als Gemeinschaft wachsen, sportlich erfolgreich sein, die Attraktivität des Tennissports steigern und auch künftig handlungsfähig bleiben. Zur Erreichung dieser Ziele wurde ein detailliertes Arbeitsprogramm entwickelt, das ab 2026 umgesetzt wird.
von l. nach r.: Walter Steinbusch (Vorstand Finanzen), Marcel Denzin (Vorstand Kommunikation und Marketing), Karl Heinz Borghoff (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Poppe (ehemaliger Verbandstrainer), Dr. Manfred Weber (Ehrenvorsitzender), Kuno Stirnberg (Vorstand Jugend), Lutz Groeger (Vorstand Leistungssport), Sebastian Müller (Geschäftsführer), Marco Koep (stellvertretender Verbandsjugendwart), Philipp Petzschner (DTB-Bundestrainer)
Foto: DTB / Witters / Halisch
Padel, Beach Tennis und Pickleball als zentrale Verbandsaufgabe
Ein weiterer zentraler Beschluss der Mitgliederversammlung betrifft die Erweiterung des Satzungszwecks: künftig werden neben Tennis auch die tennisnahen Sportarten wie Padel, Beach Tennis und Pickleball ausdrücklich in den Satzungszweck aufgenommen. "Diese Sportarten bringen neue, wertvolle Impulse in unseren Sport”, so von Arnim.
Gemeinsame Hinweisgeberstelle als Zeichen der Verantwortung
Auch im Bereich der Prävention interpersonaler Gewalt im Sport setzt der DTB ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Verantwortung: 13 Landesverbände schließen sich der bestehenden Hinweisgeberstelle des DTB an und stärken damit die gemeinsamen Präventionsstrukturen in TennisDeutschland. „Die Sicherheit und das Wohl unserer Athletinnen und Athleten haben oberste Priorität“, so von Arnim. „Dieses Projekt zeigt, dass wir Verantwortung nicht delegieren, sondern gemeinsam tragen.“
von l. nach r.: Kuno Stirnberg (Vorstand Jugend), Dietloff von Arnim (Präsident DTB)
Foto: DTB / Witters / Halisch
TVM-Ehrungen
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem verdiente Persönlichkeiten für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Darunter auch Mitglieder des Tennisverband Mittelrhein. So erhielt Kuno Stirnberg, TVM Vorstand Jugend, die silberne Ehrennadel des DTB für seine langjährigen Verdienste und sein Engagement für die Jugend und die Nachwuchsförderung in DTB-Gremien sowie im Landesverband. Andreas Poppe wurde mit dem DTB Trainer Award 2025 ausgezeichnet. Auch er wurde für sein Engagement im Bereich der Jüngstenförderung geehrt. Herausgehoben wurde seine Arbeit mit Nachwuchstalenten, seine innovativen Konzepte im Tennolino-Bereich und des Schultennis.
von l. nach r.: Dr. Sebastian Projahn (Vizepräsident DTB), Andreas Poppe
Foto: DTB / Witters / Halisch
Olympia als Gemeinschaftsprojekt
Ein weiteres Thema der Mitgliederversammlung war die mögliche deutsche Olympia-Bewerbung. Der DTB-Präsident betonte, dass der Verband „eine Bewerbung um Olympische Spiele in Deutschland mit allen Kräften unterstützen“ werde. Als Gast der Mitgliederversammlung begrüßte der DTB Michael Mronz, IOC-Mitglied und Präsidiumsmitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Mronz zeigte sich erfreut über die Entwicklung im deutschen Tennis und hob das verbindende Element des Sports hervor. Er plädierte für eine positive Grundhaltung zu Olympischen Spielen in Deutschland und stellte das Potential einer nationalen Bewerbung dar.