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Endlich wieder Bundesliga

Damen-Bundesliga startet am 30. Mai - Stresstest für alle

Nach der einjährigen Corona bedingten Zwangspause startet am Sonntag (30.Mai) die neue Saison der Damen-Bundesliga. Mit dabei sind vom TV Mittelrhein Blau-Weiss Aachen und der Marienburger SC. Das Team aus dem Kölner Süden feiert nun als Aufsteiger vor zwei Jahren seine Bundesliga Premiere. Die Aachenerinnen, die 2019 abgestiegen sind, profitierten von dem Rückzug des TC Karlsruhe Rüppurr, der seine Mannschaft zurückgezogen hat.

„Die Freude ist bei allen riesengroß, dass endlich wieder gespielt werden kann“, äußern sich die Macher beider Teams um Marc Zander (Aachen) und Michael Müncker (MSC) gleichermaßen positiv. Beide wissen aber auch, dass ihnen und allen Beteiligten noch stressige Wochen bevorstehen. Es wird keine normale Saison geben, da die Rahmenbedingungen durch die Corona Pandemie bedingte Situation den gesamten Ablauf massiv beeinflussen werden. Die Hygienvorschriften, die vom DTB vorgegeben wurden und nun bei den einzelnen Vereinen lokal angepasst bzw. erweitert bzw. spezifiziert werden müssen, haben bereits in den letzten Wochen gezeigt, auf was sich alle beteiligten Vereine einstellen müssen. Für alle Bundesligisten bleibt die Frage, mit welchen Spielerinnen unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt geplant werden kann. Thilo Fritschi Trainer von BW Aachen: „Wir müssen wahrscheinlich froh sein, wenn wir mmer sechs Spielerinnen zur Verfügung haben. Ähnlich äußerte sich sein MSC- Kollege Yannick Schramm.

Wenn es am Wochende (30. Mai) losgeht werden voraussichtlich auf den meisten Plätzen keine Zuschauer zugelassen werden. Aber auch in dieser Hinsicht müssen tagesaktuelle und regionale Entwicklungen berücksichtigt werden. Da nach den ersten beiden Spieltagen eine Pause bis zum 3. Juli (Aachen sogar 10. Juli) ansteht, hoffen alle, dass sich die aktuelle positive Entwicklung der Inzidenzwerte möglicherweise künftige Lockerungen zulassen, die dann, so die Hoffnung aller, auch Zuschauer zulassen.

Zum Auftakt stehen beide TVM-Teams am Sonntag vor keinen leichten Aufgaben. Der Aufgsteiger aus Köln empfängt mit dem Deutschen Meister TC Bad Vilbel gleich einen der Top Favoriten der Liga. Die Aachenerinnen müssen beim TC Blau-Weiss Dresden-Blasewitz antreten. Spieibeginn jeweils 11 Uhr. Beide TVM-Teams treffen übrigens zum Saisonabschluss am 31. Juli in Aachen aufeinander.

Tilo Fritschi und Yannick Schramm schätzen ihre Teams für den Auftakt aber auch für die gesamte Saison als klare Außenseiter ein. „Wenn man sich die Aufstellungen der meisten anderen Mannschaften ansieht, ist klar, dass wir uns von der Papierform her nur mit dem Ziel Klassenerhalt anfreunden können“, ist Yannick Schramm Realist. Ein Fünkchen Hoffnung haben aber er wie auch Thilo und Steffi Fritschi vom TVM-Nachbarn aus Aachen, dass in den nächsten Wochen viele Unwägbarkeiten die Ergebnisse bestimmen werden. Thilo Fritschi: „Da kann so viel passieren. Mit der Situation müssen alle erst einmal klar kommen.“

Personell hat sich in beiden Teams nichts wesentliches verändert. Das Gerüst bei beiden geblieben. Aachen bietet mit der Italienerin Martina Trevisan an Nummer 2 die einzige neue Spielerin auf. Sie soll die Kroatin Petra Maric ersetzen, die so Marc Zander, für uns einfach zu gut geworden ist. “Mit ihr zu planen wäre sehr schwierig geworden.“ Die Neue aus Florenz ist keine Unbekannte. Vor einem Jahr hat sie bei den French Open immerhin das Viertelfinale erreicht. Auf den Courts kennt man sie als „italienischen Sandfloh“.„So spielt sie auch“, freut sich Marc Zander über die Spielweise des 27Jährigen gerade mal 1.60 Meter großen Neulings im Team der Blau-Weissen. An Nr. 1 ist wie zuletzt die Belgierin Alison van Uytvanck gemeldet.

Eine neue Nr. 1 vermeldet der MSC mit der Serbin Nina Stojanovic. Ob sie irgendwann in einem Spiel eingesetzt werden kann, ist für Teamchef Yannick Schramm fraglich. „Das wird auf ihreTurnierplanung ankommen.“Verlassen haben das Team zwei Stammspielerinnen, die, so Yannick Schramm „leider kurzfristig abgesprungen sind.“

Michael Thoma