Frauen-Bundesliga: Niederlage für BW Aachen
In der Frauen Bundesliga hat Blau-Weiss Aachen das Heimspiel gegen Blasewitz-Dresden mit 4:5 verloren. Es war die zweite Niederlage für die Aachenerinnen. Mit einem Sieg hatte sich das Team vorzeitig den Klassenerhalt sichern können. Jetzt wird es bei zwei noch ausstehenden Spielen noch einmal spannend.
Zum Schluss war es "dramatisch", wie Trainer Tilo Fritschi die entscheidende Phase zusammenfasste. Beim Stande von 4:4 hatten die Gastgeberinnen im dritten Doppel beim Stande von 9:8 im Champions Tiebreak Matchball bei eigenem Aufschlag. Indy de Vroome und Eva Wacanno hatten die Chance für ihr Team den entscheidenden fünften Punkt sicherzustellen. Dann der Doppelfehler von Indy De Vroome. Er brachte die Gäste auf 9:9 heran. Noch war nichts verloren. Doch nach zwei weiteren Punkten für die Gäste stand die Niederlage für Aachen fest. 4:5. Riesen Jubel auf der Gäste-Seite und Enttäuschung pur bei den Aachenerinnen samt Anhang.
Dabei hatte alles recht verheißungsvoll für Aachen begonnen. Zwar gingen die Gäste mit zwei Siegen nach der ersten Einzelrunde in Führung. Valentina Grammatikopoulou und Paula Kania hatten in zwei Sätzen das Nachsehen. 400 Zuschauer waren dann Zeuge einer imposanten Aufholjagd. Ysaline Bonaventure, Marie Benoit und Indy de Vroome sorgten auf den Positionen 1, 3 und 5 für die zwischenzeitliche 4:2 Führung. "Es war ein emotionales hin und her", schildert Tilo Fritschi die Spiele bis zum eigentlichen beruhigenden 4:2-Vorsprung.
Aus Erfahrung müsste das reichen, mag so manch einer der Zuschauer gedacht haben, als er sich an die vergangenen Jahre erinnerte. Die Doppel waren im Grund immer eine Bank für nötige Punkte. Dieses Mal fehlt in zwei Champions-Tiebreak-Spielen sicher auch das Quäntchen Glück. "Die Gegnerinnen haben im Doppel stark aufgespielt", lobten Teamchef Marc Zander und Trainer Tilo Fritschi fairerweise den Auftritt der Elbstädterinnen, die noch kein Spiel in der Bundesliga gewonnen hatten. Entsprechend zufrieden konnte sie die lange Rückreise nacn Haus antreten. Im Aachener Clubhaus war "Wunden lecken" angesagt. "Wir machen niemanden einen Vorwurf", war der Tenor aus dem Kreis der sportlichen Leitung. "Noch ist überhaupt nichts verloren, obwohl wir in den beiden letzten Spielen mit Bad Vilbel (7. Juni - 13 Uhr) und Essen Bredeney (9.Juni - 11 Uhr) ein echtes Hammerprogramm haben", blickt Tilo Fritschi trotzdem optimistisch nach vorne. Es gilt jetzt möglichst noch viele Punkte und Matchgewinne zu sammeln. Nach dem Abschluss der Saison darf dann wieder gerechnet werden. Mit 4:4-Punkten ist Aachen derzeit als Tabellenvierter noch ganz gut im Rennen um den Klassenerhalt. Dresden Blasewitz (2:6), Waldau Stuttgart (2:6) sowie Hannover (2:8) liegen noch hinter den Aachenerinnen. (Michael Thoma)