Frauen-Bundesliga: Sieg für BW Aachen
Valentini Grammatikopoulou gewann ihr Einzel für BW Aachen
Trotz des 5:4 Siegs von Blau-Weiss Aachen beim Aufsteiger Bad Vilbel fällt die Entscheidung über den Klassenerhalt beziehungsweise die Meisterschaft erst am letzten Spieltag in der 1. Bundesliga. Der Grund: teilweise überraschende Ergebnisse kennzeichneten den vorletzten Spieltag. So gewann auch Dresden-Blasewitz (mit Andrea Petkovic) gegen Essen Bredeney klar mit 8:1. Ebenso so deutlich verwies Waldau Stuttgart mit 8:1 denTabellenletzten Hannover auf die Verliererstraße. Und der Sieg von Aachen in Bad Vilbel war sicher auch eine Überraschung. Somit kommt es am Sonntag zu echen Finalspielen. Für Spannung ist gesorgt. Diese Konstellation in der Tabelle hatte niemand vorausgesehen.
Die Ergebnisse bedeuten für die Aachenerinnen, dass sie noch im Rennen um den Klassenerhalt sind. "Der Sieg war lebenswichtig für uns", atmete Trainerin Steffi Fritschi erleichtert durch, als das 3. Doppel den entscheidenen fünften Punkt unter Dach und Fach gebracht hatte. Jetzt steht am Sonntag (11 Uhr) das letzte Spiel in Essen Bredeney auf dem Programm, die sich auch noch Chancen auf den Meistertitel machen können.
Keine leichte Hürde für das Fritschi-Team. Für die blau-weisse Hochrechnung kann es vor dem Final-Sonntag nur heißen: am besten gewinnen, dann wäre alles klar. Sollten die Aachenerinnen in Essen verlieren, ist aber noch längst nicht alles verloren. Steffi Fritschi erklärt die Möglichkeiten: "Karlsruhe müsste gegen Stuttgart gewinnen und Bad Vilbel gegen Dresden-Blasewitz, dann wäre der Klassenerhalt auch bei einer eigenen Niederlage für uns sicher." Alles klar. Der Pfingstsonntag hat es somit für alle Teams noch in sich. Aus dem Rennen ist der spielfreie DTV Hannover, der nicht mehr ins Geschehen eingreifen kann.
Im hessichen Bad Vilbel überzeugte der Gast aus Aachen beim favorisierten Aufsteiger erneut in den Einzelspielen, obwohl es gar nicht so verheißungsvoll begann. Nach der ersten Einzelrunde lag Aachen noch mit 1:2 im Hintertreffen. Lediglich Valentini Grammatikopoulou gewann ihr Einzel im Champions Tie-Break (10.3). Niederlagen kassierten Marie Benoit und Eva Wacanno. Anschließend besiegte in der zweiten Runde im Spitzenspiel Aachens Belgierin Ysaline Bonaventure die Niederländerin Bibiane Schoofs, die aus Leverkusen nach Bad Vilbel gewechselt war, in zwei Sätzen (7:5, 6:2). Elyne Boeykens stellte mit ihrem Drei-Satz-Erfolg (10:6) zur "Halbzeit" noch den beruhigenden 3:3 Gleichstand her.
Jetzt lag es somit wieder an den Doppelbegegnungen, die für den Sieg beziehungsweise die Niederlage ausschlaggebend werden sollten. Glück hatte Aachens Team, dass die Gastgeberinnen auf ihr erstes Doppel verzichten mussten, da sich Bibiane Schoofs an der Hand verletzt hatte. Der Punkt war schon mal sicher.
Jetzt lang es in den Händen und auf den Schlägern von Doppel zwei und drei. Und hier bewiesen die beiden Niederländerinnen Quirine Lemoine und Eva Wacanno gute Nerven. Ihr Sieg fiel mit 6:2, 6:3 klar zu ihren Gunsten aus. Der fünfte Punkt war sicher. Der Jubel und die Erleichterung war groß. Deshalb fiel es nicht mehr so ins Gewicht, dass das zweite Doppel, Grammatikopoulou/Boeykens, ihr Match wegen Regens in der Halle zu Ende spielen mussten und dort im dritten Satz mit 6:10 verloren. Endstand 5:4.
Heute waren wir sicher auch die etwas glücklichere Mannschaft", war Steffi Fritschi in ihrer Analyse ehrlich genug. Sie dachte dabei sicher auch ein wenig an die letzte Begegnung, als das Glück ihrer Mannschaft bei der 4:5 Niederlage gegen Dreden-Blasewitz nicht so wohl gesonnen war. (Michael Thoma)
Weitere Bundesligaspiele mit TVM-Beteiligung am Pfingst-Wochenende
2. Bundesliga Damen:
Samstag, 8. Juni - 11 Uhr: Union Münster - RTHC Leverkusen
THC von Horn und Hamm - Marienburger SC
Montag, 10. Juni - 11 Uhr: Marienburger SC - Lintorfer TC
RTHC Leverkusen - THC von Horn und Hamm
Nach den beiden letzten Spielen könnte der MSC den Aufstieg in die 1. Liga perfekt machen.
Herren 30 1. Bundesliga:
Samstag, 8. Juni - 12 Uhr: Uhlenhorster THC - RTHC Leverkusen
spielfrei: Rot-Weiss Köln