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Leistungssport

Frauen-Bundesliga: Sieg ist für BW Aachen Pflicht

In der Bundesliga der Frauen empfängt Blau-Weiss Aachen am Sonntag (2. Juni - 11 Uhr) im letzten Heimspiel den TC Blasewitz-Dresden. Gegen die noch sieglosen "Nachrücker" der 1.Liga muss Aachen gewinnen, um sich aller Abstiegssorgen zu entledigen. Die beiden letzten Spiele der Saison muss Blau-Weiss Aachen bei den Titelkandidaten Bad Vilbel und Essen Bredeney bestreiten.

Einen Sieg in einem der beiden letzten Spiele rechnen sich die Aachenrinnen kaum aus. "Die sind zu stark und werden wohl alles dran setzen, ihre Meisterschaft in den letzten Spielen unter Dach und Fach zu bringen", blickt Steffi Frischi auf die beiden letzen Auftritte der Saison. Deshalb setzt die Mannschaft und ihre Trainer alles auf das Aufeinandertreffen mit Blasewitz-Dresden. Bei einem Sieg wäre Aachen der Klassenerhalt sicher. Unterschätzt wird der Nachrücker aus der Elb-Metropole keineswegs. "Die werden versuchen mit einem Sieg die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu wahren", schätzt Aachens Coach die Gegnerinnen ein, die in Aachen nichts zu verlieren haben. "Sie haben zwar noch kein Spiel gewonnen, trotzdem waren viele Begegnungen knapp und teilweise erst im 3. Satz entschieden,", warnt Steffi Fritschi vor den Gegnerinnen.

Ob das Team mit ihrer Nummer 1, Andrea Petkovic am Luxemburger Ring aufschlagen wird, entscheidet sich kurzfristig. Gewinnt die 31-Jährige bei den French Open auch ihr nächstes Einzel am Samstag, dann wird das angekündigite Bundesliga-Frühstück vor dem Spiel ohne "Petko" stattfinden. Das werden die Gastgeber verschmerzen können. Sollte Andrea Petkovic jedoch ihr Einzel und auch ihr Doppel (am Freitag) verlieren, dann stünde einem Einsatz von Dresdens Nummer 1 im Aachen nichts im Wege. Die Zugverbindungen des Thalys von Paris nach Aachend werden Dresdens Mannschaftsleitung wohl bekannt sein. Es gilt abzuwarten.

Für einen Trip nach Aachen steht hingegen die Tschechin Krystina Pliskova (WTA 112) bereit, die am Montag in in Paris ihr Match in Runde 1 gegen die US-Amerikanerin Laureen Davis verloren hat. Die Fritschis gehen davon aus, dass die Schwester der bekannteren und erfolgreicheren Karolina Pliskova (Nr. 2 WTA Rangliste) in Aachen antreten wird. Karolina Pliskova, die in Paris bei den French Open an Nr. 2 gesetzt war, verlor am Freitag überraschend gegen Petra Martic, die bekanntlich bei Blau-Weiss Aachen im Bundesligakader an Nr. 1 gesetzt ist. "Sie ist für mich eine Spielerin, die demnächst zu den Top 10 gehört", schwärmt Steffi Fritschi von der sensationellen Leistung ihrer Spielerin in Paris.

French Open "Probleme" haben auch die Gastgeber aus Aachen. Sie wären gerne mit ihrer Nummer 2, Aleksandra Krunic, im letzten Heimspiel angetreten. Im Falle eines Ausscheidens in Paris hat sie ihren Trainern zugesagt, in Aachen aufzuschlagen. Aber dann kam allles anders. Krunic verlor im 3. Satz gegen Lesia Tsurenko ganz knapp mit 9:11. DemTrip nach Aachen stand somit nichts im Wege.

"Sie rief mich fünf Minuten nach ihrem Match an, um mir mitzuteilen, dass sie die Niederlage erstmal verdauen muss", erläutert Steffi Fritschi die Absage. "Das verstehen wir, denn Aleksandra ist eine sehr emotionale Spielerin, die so eine Niederlage nicht einfach wegsteckt. Die tat ihr sehr weh."

Wer aus Paris anreisen wird ob Krystina Pliskova oder möglicherweise sogar Andrea Petkovic kann sich nach dem Reisetress für die anschließenden Begegnungen beim Bundesliga-Frühstück etwas erholen. Das angekündigte opulente Buffet für Mitglieder, Sponsoren und alle blau-weiss Fans hat Tradition. Wer Lust und Hunger hat, kann kommen. Erwachsene zahlen 10, Kinder 5 Euro. Nicht vergessen: anmelden. Für die Spielerinnen ist alles "all inclusiv". Sie wollen sich das gesellige Zusammensein nicht entgehen lassen. Der kulinarische Geheimtipp der Gastgeberinnen ist die "Eierbratstation". Mitglieder des Vorstands bruzzeln hier Leckereien alles rund um das Ei.

Im letzten Heimspiel sind für Aachen Ysaline Bonaventure, Valentini Grammatikpoulo, Marie Benoit, Elyene Boeykens und Indy de Vroome für die Einzel gesetzt. Eva Wacanno steht für die Doppel bereit. Gewinnt die Truppe wird sich der Vorstand sicher nicht lumpen lassen. Nach der Eierbratstation wird nach dem letzten Matchball der Tresen von allen wohl aufgesucht werden. Sektkorken knallen lassen wäre dann möglicherweise die nächste Pflichtübung für den Vorstand......... (Michael Thoma)