Herren 30-Bundesliga: TVM mit zwei Teams am Start
In der Bundesliga Herren 30 beginnt am Samstag (1. Juni) die neue Saison. Mit dabei sind aus dem TVM die beiden Teams von Rot-Weiss Köln und dem RTHC Leverkusen. Der Aufsteiger aus Köln startet mit einem Heimspiel gegen Blau-Weiss Berlin. Der RTHC Leverkusen trifft zum Auftakt in einem Auswärtsspiel gleich auf einen der Favoriten, den TV Espelkamp-Mittwald. Spielbeginn 12 Uhr.
Die Liga startet in diesem Jahr nur mit sechs Teams. Wie der DTB vermeldet hat, zog der TC Raadt am 31. Mai seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurück. Der Verein reagierte damit auf den Tod ihres Sportwartes Volker Hoppe, der auch gleichzeitig Manager der Herren 30 Bundesligamannschaft war. Hoppe, der 78 Jahre alt war, verstarb am Donnerstag nach Angaben des Clubs für alle plötzlich und überraschend.
Rot-Weiss Köln
Nach dem Aufstieg im Vorjahr wollen sich die Kölner in der höchsten Liga der Ü30-Spieler wieder etablieren. "Wir wollen drin bleiben", gibt Mannschaftskapitän Thomas Olschewski selbstbewusst die Marschroute vor, nachdem die Mannschaft nach dem Abstieg 2016 nur noch zweitklassig war. Sie gehen zuversichtlich in die Saison. Mit dem Schweden Filip Prpic wird an Nummer 1 ein ehemaliger Kaderspieler der 1. Bundesliga Herren des Clubs aufschlagen. Neu ist auch Daniel Caracciolo. Der Römer ist neben Guilo Di Meo und Guiseppe Menga der dritte Italiener im rot-weißen Dress.
"Unseren Italienern gefällt es hier sehr gut", erläutert Thomas Olschewski die Verbundenheit der Südländer zum kölsche Club am Rhein. "Sie kommen zu den Spielen extra immer aus Italien angereist. Das sind dann für uns alle immer ganze besondere Wochenenden", freut sich das Team auf seine Italiener. Wie es sich für Südländer gehört, wird dann nicht nur Tennis gespielt. "Sie übernachten bei Clubmitgliedern, frühstücken gemeinsam und reisen nicht sofort nach den Spielen wieder ab", rühmt Thomas Olschewski die freundschaftliche, fast familiäre Verbundenheit der Spieler untereinander.
Das hat sich im Lauf der Jahre, so der Teamkapitän, einfach enwickelt. Sie verstehen sich eben als große Familie, wie sich der Club im Kölner Stadtwald generell versteht. Deshalb achtet die Teamleitung auch immer darauf, welche Spieler ins Team passen. "Wir haben viele Anfragen, aber wir nehmen nicht jeden", erläutert Thomas Olschewski die Herren 30-Philosophie des Clubs.
Im Kampf um den Klassenerhalt - nach dem Rückzug von Raadt steigt nur eine Mannschaft ab - wird auch das Aufeinandertreffen mit dem anderen TVM-Team aus Leverkusen ausschlaggebend werden. Es findet am letzten Spieltag in Leverkusen statt. Möglicherweise ein echtes Finale. Bis auf den Favoriten aus Espelkamp trauen sich die Kölner aber durchaus Siege gegen die anderen Teams zu. "Man muss halt immer abwarten, wer spielen wird", bleiben die Kölner abwartend gelassen. Das nächste Spiel findet für die Kölner erst wieder in zwei Wochen statt. Gegner ist am 8. Juni in einem Auswärtsspiel der TV Espelkamp-Mittwald.
RTHC Leverkusen
Italienisch wird seit Jahren auch beim RTHC Leverkusen gesprochen. Matteo Volante stieß als vierter Spieler nun zur italienischen Kolonie. Mannschaftskapitän Christian Meier, der auch Manager von Anna Lena Friedsam ist, stellte den Kontakt her. "Wir kamen direkt zusammen", schildert Meier die Verpflichtung des Mailänders. "Er ist ein netter Zeitgenosse."
Hinter Alessio di Mauro und Franceso Aldi wurde Volante an Nummer 3 im Kader gemeldet. Neu im Aufgebot ist auch Carsten Hoffmann. "Mit ihm habe ich in der Jugend Oberliga bei Grün-Gold Köln einmal zusammen gespielt", erinnert sich Christian Meier an den früheren Spezie. Beide seien sich zufällig über den Weg gelaufen. Das Ergebnis: sie haben Nägel mit Köpfen gemacht. Aus dem Verbandsliga-Spieler Hoffmann aus Bonn-Beuel wurde der Bundesligaspieler.
Ansonsten gehören immer noch die Spieler dem Kader an, die in den letzten fünf Jahren dafür gesorgt haben, dass die Mannschaft erstklassig blieb. "Das soll so bleiben", hofft Christian Meier wieder mal auf die Devise "best of the rest". Klar ist allen in Leverkusen, dass an Espelkampf niemand vorbeikommt. Deshalb kann es nur heißen gegen die anderen Teams erfolgreich zu sein. "Gegen Köln und Hamburg sollten wir gewinnen", wirft der Teamkäpiten einen Blick auf die Mitstreiter. "Alles andere wird sich wohl auf Augenhöhe abspielen".
Gleich zum Auftakt muss der RTHC am Samstag zum Favoriten nach Espelkamp reisen. "Wir wollen uns da nicht verstecken, wir werden dort mit einer starken Truppe antreten", geben sich die Leverkusener selbstbewusst. Nach dem Auftakt-Spiel tritt der RTHC eine Woche später (8. Juni - 12 Uhr) beim Uhlenhorster HC in Hamburg an. (Michael Thoma)