Herren-Bundesliga: BW Aachen vor Abstieg
Tim Pütz
Bundesliga. Am fünften Spieltag unterlagen die Aachener zu Hause gegen den Vorletzten TuS Sennelager mit 1:5. Für Blau-Weiss wird es nun sehr schwer die Klasse zu halten. Dem TK Kurhaus Aachen gelang im Auswärtsspiel beim TC Großhesselohe mit 3:3 ein Teilerfolg. "Spielfrei" hatte heute Rot-Weiss Köln. Auf Wunsch der Gladbacher treten sie einen Tag später, am Samstag (12 Uhr), beim NRW-Nachbarn an.
TC Großhesselohe - TK Kurhaus Aachen 3:3
Für das Kurhaus Team war die 600 Kilometer lange Reise zum Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Großhesselohe im Süden Deutschlands eine Art Klassentreffen mit alten Bekannten. Bachinger, Gojowczyk, Brands, Krawietz oder Mayer hatten alle schon mal bei Kurhaus gespielt. Man freute sich aufeinander. Fast alle konnten mit Handschlag begrüßt werden. Nicht alle Ehemaligen spielten mit. Matthias Bachinger, der viele Erfolge "damals" mit Kurhaus gefeiert hatte, gehörte aber zum aktiven Begrüßungskomitee.
Er hatte es gleich mit einem neuen Kurhaus Spieler zu tun. Bachinger kannte Tim Pütz zwar schon aus den Bundesligaspielen mit Halle, aber jetzt lernte er ihn als Spieler des TK Kurhaus kennen. Dabei präsentierte sich der Doppelspezialist aus Aachen einmal mehr, dass er auch Einzel kann. Zum wiederholten Mal. Man kann sich auf ihn verlassen. Es wurde vor 380 Zuschauer eine Begegnung auf Augenhöhe, in der Pütz in der entscheidenden Phase beider Sätze (6:4, 7:5) die Nase vorne hatte.
Den zweiten Punkt für Kurhaus sicherte Martin Cuevas, der Bruder des erfolgreicheren Pablo, der noch bei den European Open in Hamburg im Doppeleinsatz war. Sein kleiner Bruder machte es im Süden Deutschland so richtig spannend 3:6 verlor er den ersten Satz, bevor er im zweiten im Tiebreak die Weichen für den späteren Sieg stellte. Im dritten wude es dann aber zunächst noch einmal sehr eng. Aber Bruder Martin bewies Nerven und siegte im Champions Tiebreak mit 10.8.
Über drei Sätze ging auch die Partie zwischen Nils Langer und dem Östereicher Sebastian Offner. Im Champions Tiebreak ging diese Mal der Sieg an die Gastgeber, obwohl Langer einen Matchball hatte. In zwei Sätzen verlor Filippo Baldi das Topspiel gegen Dennis Novak.
Eng und auf hohem Niveau verliefen auch die Doppel, von denen beide Teams jeweils eines gwinnen konnten. Für Kurhaus waren Baldi/Langer erfolgreich.
Stimmen zum Spiel: Alexander Legsding (Teammanager): "Ich hatte noch versucht Struff für einen Einsatz zu gewinnen. Er war noch in Hamburg, wo ihn seine Frau mit dem Kind besucht hatte, bevor er nach Washington weiterflog. Die Familie ging halt vor."
Blau-Weiss Aachen - Team Hämmerling TuS Sennelager 1:5
Die Wettervorhersage versprach wie beim letzten Heimspiel gegen Mannheim wieder nichts verheißungsvolles. Es herrschte zunächst eine tropische Hitze, bevor sich Gewitter, Regen und Sturmboen über Aachen ankündigten.
Es konnte trotz Regenpause aber vor 400 Zuschauern nahezu durchgespielt werden.Und wieder einmal begann alles gar nicht so nach dem Geschmack der Gastgeber. In der ersten Einzelrunde unterlag Yannik Reuter im Champions Tiebreak mit 7:10. Bereits vorher hatte Germaine Gigounon in zwei Sätzen (4:6, 6:7) gegen den Russen Alexey Vatutin verloren. Besser machte es im Spitzenspiel Thiemo de Bakker. Er bezwang nach starker Leistung den früheren Top 100 Spieler, Josef Kovalik aus Serbien, im Champions Tiebreak (10:8).
Die Hoffnung zum Ausgleich zur "Halbzeit" ruhten nun auf dem Belgier Clemens Geens. Er startet schlecht, verlor den ersten Satz mit 2:6. Anschließend dreht er aber richiig auf. Mit 6:3 lebte noch einmal die Hoffnung auf ein mögliches so wichtiges zwischenzeitliches 2:2. Dann folgte die Ernüchterung wieder einmal im ungeliebten Champions-Tiebreak, das der Franzose Arthur Rinderknech mit 10:4 für sich entschied. Für ein Unentschieden benötigte Aachen nun Siege in beiden Doppelbegegnungen. Die finale Entscheidung wurde wieder zu einer Night Session in der Tennishalle in Vaals. Er war zu dunkel geworden. Kurz vor 23 Uhr hatte der Gast mit zwei Doppelsiegen das Ergebnis auf 5:1 erhöht. Für Blau-Weiss Aachen wird es nun bei vier noch ausstehenden Spielen ganz schwer die Liga zu halten.
Stimmen zum Spiel: Marc Zander Teamchef: "Die Niederlage tut weh. Es war ein vier Punkte- Spiel. Die Spiele warn teilweise wieder sehr eng. Aber wir geben noch nicht auf. Der Klassenerhalt ist noch möglich." (Michael Thoma)
Die nächsten Termine
Sa. 27. Juli: 12 Uhr
Gladbacher THC -Rot-Weiss Köln
So. 28. Juli: 11 Uhr
Rochusclub Düsseldorf - BW Aachen
TK Kurhaus Aachen - Gladbacher HTC
Rot-Weiss Köln - Grün-Weiss Mannheim