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Herren von RW Troisdorf steigen in Regionalliga auf

Nach siebeneinhalb Stunden ist am Samstag ein wahrer Tennis-Krimi in mehreren Akten zu Ende gegangen. Die Herren von RW Troisdorf haben dank eines 5:4-Erfolgs gegen BW Köln den Sprung in die Tennis-Regionalliga geschafft. Der Gegner hinterließ einige demolierte Schläger, während die Rot-Weißen um Kapitän Mike Doering die Aufstiegstrikots überstreiften. Am Ende feierten jedoch fast alle Spieler gemeinsam – auch die deutschen Akteure der Gäste-Mannschaft. Und das bis um 5 Uhr am nächsten Morgen.

Dabei sah es lange Zeit nicht nach einem historischen Erfolg aus. Die Rot-Weißen lagen nach den Einzeln mit 2:4 hinten. Nick Merten führte sowohl im ersten (5:2) als auch im zweiten Satz (5:3) komfortabel, verlor das Spiel aber mit 5:7 und 6:7. Auch Doering ließ an Position drei (6:7, 6:7) viele Chancen liegen. Immerhin war auf den italienischen Spitzenspieler Alessandro Ingarao (6:2, 6:2) und seinen Landsmann Marco Speronello (6:3, 6:2) an Position fünf Verlass. Durch die Niederlagen von Lorenzo Frigerio (3:,6, 4:6) und Tim Loosen (3:6, 3:6) war klar: Troisdorf musste für den Aufstieg alle drei (parallel stattfindenden) Doppel gewinnen.

Zunächst gingen die drei RW-Duos allesamt nach Sätzen in Führung. Dann aber verloren Ingarao/Loosen nach dem 6:2 den zweiten Satz mit 2:6 und beim Stande von 9:9 im Champions-Tiebreak spielte Loosen laut Doering einen „Superstrahl. Den Ball kann man eigentlich gar nicht so schlagen.“ So behielt das RW-Duo am Ende mit 11:9 die Oberhand. „Ich habe bei meinem eigenen Doppel beinahe die Konzentration verloren, weil ich gleichzeitig auf dem Nebenplatz mitgefiebert und gecoacht habe“, berichtete der Kapitän von einer Phase, als der Gegner im zweiten Satz von 1:5 auf 4:5 herankam. Doch Doering/Frigerio machten alles klar – 6:3, 6:4. Dann eilten alle zum einzigen noch laufenden Doppel. Speronello/Merten spielten beim 7:5, 4:6 und 10:4 laut Doering „einen unfassbar guten Champions-Tiebreak“. So konnten die Feierlichkeiten vor etwa 250 Zuschauern beginnen.

„Wir werden uns noch mal verstärken“, freut sich Doering schon jetzt auf das Abenteuer Regionalliga 2022. „Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu.“ (Quentin Bröhl)