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Leistungssport

Ivan Gakhov und Caroline Kuhl siegen bei den Saturn Oil Open

"Es war eine beeindruckende, sehr erfolgreiche Turnierwoche beim TC RW Troisdorf", freute sich Turnier-Direktor Marc Raffel nach acht Tagen strahlenden Sonnenschein bei dem ATP-Challenger-Turnier um die Saturn Oil Open, ATP Tennis an Rhein & Sieg und um die B&B Hotels Tennis Trophy. Erstmals fand das Turnier als "combined event" statt, also mit einer Damen- und Herrenkonkurrenz und überzeugte die Zuschauer, Gäste und die Verantwortlichen. Raffel und sein Co-Turnierdirektor Marc Kevin Goellner zogen eine äußerst positive Bilanz: „Weltklasse-Tennis in einem wunderschönen Ambiente, was will man mehr?"

Über 4000 Zuschauer zog es in der Turnierwoche auf die herrliche Anlage in Troisdorf an der Carl-Diem-Straße, davon über 700 am Endspiel-Sonntag. Es herrschte eine tolle Atmosphäre über die gesamte Woche. Das Damenfinale gewann dann auch noch mit Caroline Kuhl eine Deutsche. Sie bezwang die starke Russin Julia Andreeva in einem unerhört spannenden Finale mit 3:6, 6:4, 6:4. Anschließend siegte in einem hochklassigen und dramatischen Herrenfinale Ivan Gakhov (RUS) gegen Frederico Ferreira~Silva (POR) mit 6:2, 5:7, 6:3.

Schon alleine die nackten Zahlen waren beeindruckend. 14 internationale Stuhl-Schiedsrichter, 21 Linienrichter und 51 Ballkinder sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Turniers. Über 100 Profispieler im Damen- und Herrenbereich waren in den beiden Einzel- und Doppel-Konkurrenzen am Start und duellierten sich um insgesamt 100 000 Dollar Preisgeld. Das Turnier sorgte alleine für 450 Übernachtungen im Sponsoren-Hotel B&B am Troisdorfer Bahnhof. Mit einem Shuttle-Service wurden die Tennis-Profis hin und her gefahren. Hier und da sorgten die braun gebrannten Akteure in der Troisdorfer Innenstadt auch für internationales Flair, denn zwischen der Tennisanlage an der Carl-Diem-Straße und dem Hotel waren die Protagonisten auch oft auf dem viertelstündigen Weg über gut einen Kilometer zu Fuß unterwegs.

„Die Spieler und die Spielervereinigung ATP als Veranstalter des Turnier haben sich hier sauwohl gefühlt“, sagte Raffel und Finalist Frederico Ferreira Silva brachte es nach seinem Finaleinzug im Interview auf den Punkt: „Das Ambiente hier ist wie in einem Park“, sagte der 28-jährige Portugiese, wie wohl er sich in Troisdorf gefühlt hat. Die Interviews führte WDR-Fußball-Moderator Stephan Kaußen. Er verriet den Zuschauern immer wieder Neuigkeiten und Interessantes über die Spieler und das Turnier.

Der im Wald gelegene Club mit seinen acht Plätzen war während des einwöchigen Turniers kaum wiederzuerkennen. Schon die Einfahrt in die Sackgasse der Carl-Diem-Straße war für Autos gesperrt. Am Eingang mussten Tickets gelöst werden, wobei Clubmitglieder freien Eintritt genossen. Auf dem Hauptplatz war eine Tribüne für 500 Sitzplätze aufgebaut. Dahinter gab es ein großes VIP-Zelt. Auf der Wiese zwischen Plätzen und Bäumen standen gesponsorte Elektro-Fahrzeuge von einem Autohaus und im großen Whirlpool eines weiteren Sponsors erfreute sich vor allem der Tennis-Nachwuchs des warmen Wassers.

Aber auch die vielen lokalen Unterstützer haben zu einer gelungenen Veranstaltung beigetragen. Nicht zuletzt auch halfen an die 40 Mitglieder des Clubs mit, die hinter der Essensbude und dem Getränkestand beim Verkauf die Stellung hielten. „Es wird sicherlich auch ein ordentlicher Betrag für den Club übrig bleiben“, so Vorsitzender Volker De Cloedt, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Claus Dreser und dem Präsidenten Uwe Maaß die Fäden für den Club im Hintergrund gemeinsam mit Raffel und Goellner gezogen haben.

Nach dem Event ist vor dem Turnier, und so sind alle Beteiligten hochmotiviert, das Turnier im nächsten Jahr wieder auf die Beine zu stellen. „Das ist das einzige Turnier in Deutschland auf diesem Niveau, dass ein Damen- und Herren-Feld anbietet, weil hier einfach die Infrastruktur passt“, so Raffel. Er will daran arbeiten, dass die Damen-Konkurrenz von einem ITF-Turnier zu einem Challenger-Wettbewerb mit höherem Preisgeld aufgewertet werden kann. (QB)

Die Resultate der Endspiele: Herren: Ivan Gakhov (RUS, ATP: 175) – Frederico Ferreira Silva (POR, 230) 6:2, 5:7, 6:3, Doppel: Cervantes/Batalia (ESP, 332/304) – Guinard/Jacq (FRA, 332/1575) 6:2, 7:6. Damen: Carolina Kuhl (GER, 798) – Julia Avdeeva (RUS, 379) 3:6, 6:4, 6:4, Doppel: Costoulas/Salden (BEL, 282/607) – Di Girolami/Scholl (BEL/USA, 699/431) 7:6, 6:4.