Mit Fokus zum Erfolg: Wie der TVM seine Jüngsten gezielter fördert
Die Förderung der Jugend ist für die Weiterentwicklung des Tennissports essenziell. Im Leistungsbereich hat der Tennisverband Mittelrhein zum Start der Sommersaison 2025 ein angepasstes Jugendförderkonzept auf den Weg gebracht.
Wir sprachen mit Markus Krüger, dem erfahrenen Verbandstrainer des Bezirks Köln-Leverkusen, über die Anpassungen im Förderkonzept und seine neue, zusätzliche Funktion als Koordinator der Jüngstenförderung in den Altersklassen U6 bis U12.
Seit 37 Jahren ist Markus Krüger (unten rechts im Bild) als Verbandstrainer für die jüngsten Talente im Bezirk verantwortlich. Als A-Trainer und Diplomtrainer bringt er eine Menge Expertise und Erfahrung im Leistungsbereich mit. Als Familienvater von zwei Töchtern, die in jungen Jahren selbst leistungsorientiert Tennis spielten, kann er die Elternperspektive ebenfalls gut bewerten.
Welche Ziele wurden mit den Anpassungen des Jugendförderkonzeptes verfolgt?
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Sichtung der Kinder in den Vereinen breiter aufzustellen und unsere jüngsten Talente in den Altersklassen U6 bis U12 noch gezielter zu unterstützen. Ein zentraler Bestandteil ist es, motorisch talentierten und aufstrebenden Kindern bessere Trainingsangebote zu bieten, damit sie dem Tennissport langfristig erhalten bleiben.
Was steckt genau hinter dem „optimierten Angebot“?
Die Anpassungen betreffen die Altersgruppen U6 bis U12 – also die Förderstufen 1 und 2, die hauptsächlich von den Verbandstrainern der vier Bezirke betreut werden.
Die wohl größte Anpassung ist die stärkere Fokussierung auf eine kleinere Gruppe innerhalb des Bezirkskaders. Dadurch erhalten Kinder, die in die Jüngstenförderung aufgenommen werden, mehr und qualitativ besserer Trainingsmöglichkeiten als zuvor.
Ein weiter wichtiger Punkt: Die Zusammenstellung der Trainingsgruppen erfolgt ab sofort bezirksübergreifend. Dabei spielen sowohl die Leistungsstärke als auch der Wohnort der Kinder eine entscheidende Rolle. So entstehen homogenere Gruppen, kürzere Fahrtwege und insgesamt eine höhere Trainingsqualität.
Was ist mit einer „breiteren Sichtung“ gemeint?
Die etablierten Tennolino-Cups und Sichtungslehrgänge liefern uns Trainern bereits ein gutes Bild der motorischen und spielerischen Fähigkeiten der Kinder in einer Wettkampfsituation.
Zusätzlich verfügen die zuständigen Verbandstrainer der Bezirke nun über ein Stundenkontingent, das sie gezielt für Sichtungen in den Vereinen nutzen können. Das ermöglicht uns einen direkteren Kontakt zu den Vereinstrainern und ihren Schützlingen.
Neben deiner Tätigkeit auf dem Platz hast du seit der letzten Sommersaison 2025 den neu geschaffenen Posten als Koordinator der Jüngstenförderung U6-U12 übernommen. Was sind deine Aufgaben in dieser Position?
Wie der Titel bereits vermuten lässt, bin ich für die Organisation der Förderstufen 1 und 2 verantwortlich.
Ich fungiere als Bindeglied zwischen den Bezirkstrainern und den Verbandstrainern des Verbandskaders und koordiniere die gesamte Trainingsplanung der vier Bezirke.
Um eine möglichst optimale Trainingsplanung auf Basis der genannten Kriterien zu gewährleisten, ist es meine Aufgabe – und auch mein Anspruch – alle Kinder des Bezirkskaders im gesamten Verband zu kennen, auch wenn sie nicht direkt bei mir trainieren. Deshalb stehe ich in engem Austausch mit meinen Kollegen, was die Qualität und Effektivität unserer Arbeit bereits spürbar verbessert hat.
Darüber hinaus erhalten die Kinder und ihre Eltern zentrale Informationen zu Turnierreisen und weiteren Turnierangeboten des Verbandes über mich. Das sorgt für eine frühzeitige und engere Bindung der Talente an den Verband insgesamt.
Abschließend stehe ich allen Kindern im Verband sowie den Vereinstrainern als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Bei Fragen können sich Eltern und Trainer per E-Mail an kruegersport@web.de oder telefonisch unter +49 163 5430 355 an mich wenden.
Dabei möchte ich betonen, dass die jeweiligen Trainer der Kinder weiterhin die ersten Ansprechpartner in allen trainingsbezogenen Fragen bleiben.
Wie sieht dein Fazit nach knapp einem Jahr der Anpassungen aus?
Unsere größte Herausforderung bleibt es, motorisch und spielerisch talentierte sowie motivierte Kinder zu entdecken und sie langfristig an unseren Sport zu binden. Hochwertige Trainingsangebote sind dafür unerlässlich.
Mit dem neuen Ansatz, der eine stärkere Fokussierung und eine bezirksübergreifende Trainingsstruktur vorsieht, haben wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Das gesamte Jugendförderkonzept findest du auf unserer Jugendseite der TVM-Homepage.