Rückblick: 1. TVM-Wintercup 2023
Eine hochklassig besetzte Damen-Konkurrenz, ein ausgeglichenes Feld bei den Herren und insgesamt 80 Teilnehmer:innen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Premiere des A5-Ranglistenturniers für Damen und Herren war ein voller Erfolg. Auf den vier Hartplätzen des TVM Landesleistungszentrums in Köln-Chorweiler wurde zwischen Weihnachten und Neujahr um insgesamt 3.000€ Preisgeld und wertvolle Ranglistenpunkte für die DTB-Aktiven-Ranglisten gespielt.
Hochklassige Damen-Konkurrenz mit Grand-Slam-Flair
Das Niveau der Damen-Konkurrenz konnte sich sehen lassen. So waren insgesamt acht Spielerinnen aus den DTB-Top-100 am Start. Dabei war Sinja Kraus als aktuelle Nr. 199 der WTA-Weltrangliste die überragende Spielerin. Die sympathische Österreicherin nutzte das Turnier als Vorbereitung für die anstehenden Australian Open. Ihre Favoritenstellung stellte sie im Verlauf des Turniers eindrucksvoll unter Beweis. Nach deutlichen Erfolgen in den Auftaktmatches hatte sie es im Halbfinale mit Nadja Meier aus Potsdam zu tun. Beide spielten stark, der erste Satz war umkämpft, Kraus setzte sich jedoch schließlich souverän mit 6:4 6:1 durch. Im anderen Halbfinale standen sich Anna-Linn Puls und die aktuelle Bundesligaspielerin des DTV Hannover Vlada Ekshibarova (Bild 2. v.l.) aus Usbekistan gegenüber. Ekshibarova setzte sich mit 6:2 6:3 durch und machte damit das Traum-Finale der beiden top-gesetzten Spielerinnen perfekt. Dabei sei angemerkt, dass Ekshibarova ihr Auftaktmatch mit einem Leihschläger spielten musste, da ihr aufgrund einer verspäteten Anreise noch keine bespannten Schläger zur Verfügung standen. Aber auch die frisch bespannten Schläger schienen ihr im Finale nicht zu helfen, denn ihre Gegnerin Sinja Kraus (Bild 2. v.r.) ließ ihr beim deutlichen 6:2 6:2 Erfolg wenig Chancen.
Spannung bis zum letzten Punkt bei ausgeglichenem Herren-Feld
Das sehr ausgeglichene, volle 32er-Feld der Herren bot ab der ersten Runde spannende Matches auf hohem nationalen Niveau. So musste der top-gesetzte Benedikt Henning (Bild 2. v.r.) aus Kassel auf dem Weg in das Halbfinale bereits in seinen ersten beiden Runden über die volle Distanz gehen, wo er auf TVM-Spieler Philipp Bosse vom Marienburger SC traf. Der TVM-Vizemeister des Sommers spielte gut, musste sich schließlich jedoch seinem nervenstarken Kontrahenten geschlagen mit 4:6 6:7 geschlagen geben. Im anderen Halbfinale standen sich TVM-Nachwuchskaderspieler Yannic Nittmann (Bild 2. v.l.) aus Troisdorf und die Nr. 2 des Feldes Piet Steveker aus Wuppertal gegenüber. In einem höchst spannenden Match wehrte Nittmann beim Stand von 6:9 im entscheidenden Match-Tiebreak drei Matchbälle am Stück ab und verwandelte seinen ersten eigenen zum 11:9 Endstand. Wenn man denkt es könnte nicht noch spannender gehen, übertrafen die beiden Finalisten es noch einmal. Nach jeweils deutlichen ersten beiden Sätzen in die eine und andere Richtung nahmen sich Nittmann und Henning im Match-Tiebreak nichts und kämpften um jeden Punkt. Henning hatte schließlich mit 1:6 6:3 12:10 denkbar knapp die Nase vorne und gewann den Titel.
Somit ging der erste TVM-Wintercup 2023 im TVM-LLZ erfolgreich zu Ende. Eine zweite Edition in 2024 ist in Planung. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle der Turnierleitung um Michael Siefert und Max Randerath, die erneut für einen reibungslosen Ablauf sowie eine angenehme Atmosphäre für die Teilnehmenden und Zuschauer:innen sorgten.
Alle Ergebnisse finden Sie hier.
Bilder: Max Randerath