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Breitensport

Schule und Tennis: Seit 50 Jahren ein starkes Doppel!

Von Deutscher Tennis Bund 21.10.2020

Seit 50 Jahren wird in deutschen Schulen auch Tennis gespielt. Ein Grund zum Feiern, denn in diesen fünf Jahrzehnten wurde viel erreicht. Zentrale Bedeutung hatte von Beginn an der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, an dem 1982 sogar Boris Becker teilnahm. Im breitensportlichen Bereich leisten Kooperationen zwischen Schulen und Tennisvereinen einen wichtigen Beitrag zur Mitgliedergewinnung.

„Die Schultüren öffnen für Tennis!“ lautete 1973 die Forderung der amtierenden Staatssekretärin Hanna-Renate Laurien auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis Bundes. Drei Jahre zuvor war bereits ein eigenes Referat Schultennis mit einer Kommission der Landesverbandsvertreter eingerichtet worden, um die Sportart bundesweit im Umfeld Schule zu etablieren. 50 Jahre später gehört Tennis zwar nicht wie beispielsweise Leichtathletik zu den Kerndisziplinen im Sportunterricht, ist aber aus dem Gesamtkontext des Schulsports nicht mehr wegzudenken.

Tennis hat sich im Schulsport etabliert

„Tennis in der Schule bedeutet für die Schülerinnen und Schüler, frühzeitig eine Sportart kennenzulernen, die sie ihr Leben lang ausüben können“, sagt der DTB-Präsident und pensionierte Pädagoge Ulrich Klaus. „Insofern kann man durchaus von einem Schlüsselelement für ein späteres lebenslanges Sporttreiben sprechen, denn aus gesundheitlicher Sicht ist eine frühe Förderung des Bewegungsdrangs von Kindern und Jugendlichen elementar.“
Die wichtigsten Wettbewerbe, Angebote und Innovationen in der 50-jährigen Geschichte sind auch heute noch fester Bestandteil des Schultennis. Im leistungssportlichen Bereich ist das vor allem die Aktion „Jugend trainiert“, die im Vorfeld der Spiele in München 1972 ins Leben gerufen wurde und an der Tennisgrößen wie Boris Becker in ihrer Jugend teilnahmen. Nach wie vor kämpfen jedes Jahr mehrere tausend Schulen mit ihren Mädchen- und Jungenmannschaften um den Einzug in die Landesfinals und das Bundesfinale in Berlin. Und wer sich in der Hauptstadt durchsetzt, der darf sogar zur Schultennis-Weltmeisterschaft, deren Erstauflage 1995 in Duisburg stattfand. Dreimal gewannen deutsche Teams seither sogar die Goldmedaille.

„Jugend trainiert“ führt an Wettkampfsport heran

„Dieser weltweit wohl größte Schulsportwettbewerb bietet den jüngeren Jahrgängen die Chance auf erste Erfahrungen im Wettkampftennis und den älteren Mädchen und Jungen zusätzliche Möglichkeiten, sich auf dem Platz mit anderen zu messen“, sagt Christian Efler, seit sechs Jahren DTB-Referent für Schultennis und Sportlehrer an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.
Für den alltäglichen Schulsport entwickelte der Deutsche Tennis Bund zusammen mit seinen Partnern über die Jahre verschiedene Schultennis-Sets, bestehend aus Kinderschlägern, Kleinfeldnetzen und druckreduzierten Bällen genauso wie Trainingsinhalten und Übungsformen. Ziel ist es damals wie heute, den nicht tennisaffinen Sportlehrern eine Hilfestellung für das Ausprobieren der Disziplin im Unterricht an die Hand zu geben und ihnen zu zeigen, dass Tennis in der Schule auch mit einfachen Mitteln umsetzbar ist.

Erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen

Und wie sehen Gegenwart und Zukunft des Schultennis aus? Mit der flächendeckenden Einführung der Ganztagesschulen hat sich Schultennis durch die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen vielfach im Nachmittagsangebot positionieren können. Für alle Beteiligten ist das eine gewinnbringende Situation: Die Schulen können ihr Portfolio mit sachkundiger Unterstützung durch die Vereinstrainer erweitern und die Clubs erhalten eine weitere Möglichkeit zur Mitgliedergewinnung.

„Eine funktionierende Partnerschaft hat viele Vorteile für beide Seiten. Schulen und Vereine profitieren von ihren jeweiligen Netzwerken und natürlich setzen sie damit auch das Zeichen, sich auf lokaler Ebene in die Gestaltung des kommunalen Lebens einbringen zu wollen“, erläutert Christian Efler.
Auch wenn das Schultennis-Jubiläum aufgrund der Corona-Pandemie anders als geplant abläuft und viele Events ausfallen müssen: Die Distanzsportart Tennis ist aktuell auch in der Schule eine sehr gefragte Alternative und hat nun die Chance, sich künftig noch mehr im Sportunterricht zu etablieren.

Bild: Oliver Hardt (von DTB)

Text: Deutscher Tennis Bund