Zum Hauptinhalt springen

Unser Partnershop:

Tennis-point.de
Leistungssport

Die Finalisten

Kacper Zuk

Doering (l.) und Mies

TVM-Open: Erfolgreiche Premiere beim ITF-Turnier

Mit einem tollen Finaltag ist die erstmalige Austragung der TVM-Open auf der Anlage von RW Troisdorf zu Ende gegangen. Bei dem ITF-Turnier gewann der Pole Kacper Zuk im Einzel und im Doppel mussten sich die Lokalmatadoren Mike Doering und Andreas Mies erst nach einem spannenden und nervenaufreibenden Endspiel geschlagen geben.

Erst am Dienstag hatte der Vereinstrainer der Rot-Weißen, Mike Doering, bei seinem Kumpel Andreas Mies angefragt, ob er nicht gemeinsam mit ihm dank einer Wildcard des Veranstalters im Doppel antreten wolle. "Ich habe nicht lange überlegt und gleich zugesagt. Es war eine einmalige Woche hier in dem Club, in dem ich groß geworden bin und mit Mike schon als Achtjähriger gespielt habe", verriet bei der Siegerehrung der für RW Köln spielende Doppelspezialist, der es in der Doppel-Weltrangliste auf Platz 52 mittlerweile geschafft hat. Erst im Januar sicherte er sich mit seinem Partner Kevin Krawietz in New York den ersten ATP-Titel.

Nach dem Erfolg zum Auftakt gegen die Holländer Tim van der Horst/Mick Veldheer (6:0, 6:4) machte es die Troisdorfer Paarung in den nächsten drei Runden spannend. Beim 2:6, 7:6, 10:3 gegen den Inder Nitin Sinha und den Rumänen Dan Tomescu mussten sie sogar einen Matchball abwehren. Am Freitagabend hatten sie gegen deutsche Paarung Carlo Cubelic/Luca Gelhardt beim 3:6, 6:3 und 10:4 das Spiel noch gedreht.

Im Finale trafen sie auf die an zwei gesetzten Patrick Grigoriu und Rumänien und den Deutschen Christoph Negritu. Im ersten Durchgang hielten sich alle Spieler bei ihren Aufschlägen lange schadlos. Zwei Breakchancen vergaben Doering/Mies beim 3:3 und 5:5. Besser machten es Grigoriu/Negritu, die bei einer 6:5-Führung gleich ihre erste Chance zum 7:5 nutzten. Im zweiten Satz gelang den Troisdorfer ein frühes Break. Zwar gelang den Kontrahenten zum 5:5 das Re-Break, doch Doering/Mies konterten zum 7:5-Satzausgleich.

Im Champions-Tie-Break wuchsen alle vier Spieler noch einmal über sich hinaus und zeigten Tennis auf ganz hohem Niveau. Mit Netzrollern, tollen Volleys und spektakulären Ballwechsel erspielten sich Grigoriu/Negritu beim 9:7 zwei Matchbälle. Die Troisdorfer punkteten dreimal in Folge und vergaben ihren eigenen Matchball. Dann aber setzten sich Grigoriu/Negritu am Ende mit 7:5, 5:7 und 12:10 durch. "Das war ein geniales Turnier. Mike hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und wir wären fast mit dem Sieg belohnt worden", so Mies bei der Siegerehrung.

Im Einzel standen sich die angesetzten Kacper Zuk aus Polen und der Belgier Jeroen Vanneste gegenüber. Beide hatten davon profitiert, dass die gesetzten Spieler reihenweise aus dem Turnier gepurzelt waren. Der 20-jährige Pole, der sogar am Montag noch zwei Qualifikation-Runden gespielt hatte und unter anderem Mike Doering mit 6:4, 6:4 bezwungen hatte, gewann das Turnier am Ende mit 7:5, 6:1. Dabei war der Belgier im zweiten Satz auch durch eine Verletzung gehandicapt und nahm sogar eine medizinische Auszeit.

"So ein Doppel haben wir hier seit 20 Jahren nicht gesehen", brachte es der ehemalige Präsident von RW Troisdorf, Udo Blum, am Finaltag auf den Punkt. Die gut 100 Zuschauer belohnten alle Spieler nach tollen Ballwechsel und auch bei der Siegerehrung, die TVM-Ehrenpräsident Dr. Manfred Weber mit Troisdorfs Vize-Bürgermeister Rudi Eich durchführte, mit viel Applaus. Auch Turnierdirektor Marc Raffel und RW-Präsident Uwe Maaß waren begeistert von der Woche. "Das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen. Auch wenn es gelegentlich geregnet hat, so sind wir stets im Zeitplan geblieben und mussten nicht in die Halle", so Maaß und Raffel dankte den vielen fleissigen Helfern seines Teams, aus dem Verein selbst und natürlich den Sponsoren, ohne die der mit 15000 Dollar dotierte Wettbewerb nicht möglich gewesen wäre. (QB)