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Jugendsport

25 Jahre Tennolinos

25 Jahre Tennolino Turniere – eine beeindruckende Zahl. Das Konzept revolutionierte einst das Jüngstentennis im TVM und bietet seitdem aufstrebenden, tennisbegeisternden Kindern der Altersklassen U6-U11 elementare Bausteine für deren Entwicklung. Miterfinder und langjähriger Bezirkstrainer Linksrheinisch sowie Schul- und Jüngstenreferent Andreas Poppe stellt die Philosophie der erfolgreichen Turnierserie im Gespräch vor.


Andreas, wie ist die Idee der Tennolinos entstanden?

Die Idee des heutigen Tennolino-Konzeptes nahm bereits 1994 ihren Anfang. Zusammen mit Markus Krüger, dem jetzigen Bezirkstrainer für Köln-Leverkusen, starteten wir vereinzelte Mini-Cups für die Jüngsten im Kleinfeld mit damals noch 50% druckreduzierten Bällen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wollten wir die klassischen Tennisturniere mit Tests im motorischen Bereich verbinden.

Das wichtigste Merkmal der Tennolino Turniere ist also die Kombination aus Tennis mit Motorik ab dem Alter von 6 Jahren?

Das ist richtig. Markus und ich erkannten, dass regelmäßigere Beobachtungen jüngster Spieler/innen im Turniermodus gepaart mit Tests der Motorik elementare Bestandteile für die letztendliche Talentbestimmung in diesem jungen Alter sind. Folglich finden nun seit Anfang des Jahres 1996 regelmäßig Mini-Cups statt, wobei die Kinder bei verschiedenen tennisspezifischen Motorik-Tests zusätzliche Punkte zu ihren Leistungen beim Tennis erringen können, welche später in die Gesamtwertung einfließen.

Und es ist immer noch eine Erfolgsgeschichte. Wie war es möglich dieses Konzept letztlich auf die Beine zu stellen und für solch eine lange Zeit erfolgreich weiterzuführen?

In den Anfangsjahren unterstützte das Sportgeschäft „Cosmos Sport“ die Turniere mit zahlreichen Materialien und Sachpreisen. Später konnten wir die KSK mit ihrem 100Pro Jugend-Konzept als Unterstützung gewinnen, wonach die Mini-Cups heute benannt sind. Darüber hinaus wäre eine solche Erfolgsgeschichte ohne die Hilfe der Verbandsjugendwarte Herrn Luckner, zu Beginn, und Kuno Stirnberg, heute, sowie die 1. Vorsitzenden des Bezirks Linksrheinisch, Dr. Mietens und Herrn Naßler, und Bezirksjugendwartin Sylvia Balkow nicht möglich gewesen. Diese Kombination war ein Glücksgriff.

Wie muss man die Entstehung aus den einzelnen Mini-Cups zum heutigen Tennolino-Konzept verstehen?

Vorerst richteten wir die Kleinfeld-Turniere bezirksübergreifend aus, wodurch bis zu 60 Kinder an einer Veranstaltung teilnahmen. Mit der Einführung des internationalen Play & Stay Konzeptes im Jahre 2007 richteten wir Turniere im Kleinfeld (U6-U8), Mid-Court (U8-U10) und Großfeld (U8-U10 – je nach Spielstärke) aus. Der Grundgedanke hinter dem Play & Stay Konzeptes mit Anpassungen der Spielfelder, Schläger und Bälle passend zu Größe und Alter des Kindes wurde jedoch bereits 2005 im TVM umgesetzt. Obwohl es vorerst für Verwirrung und teilweise Unverständnis bei den Eltern der Kinder sorgte, setzte es sich letztlich durch.

Die Trümpfe des Tennolino-Konzepts sind folglich dessen Einheitlichkeit in allen vier Bezirken im TVM, die Möglichkeit Kinder Schritt für Schritt mit Wettkampfformen an die jeweils nächste Stufe heranführen zu können und eine fortschrittlichere, frühe Talentbestimmung durch Tests in den Bereichen Tennis sowie Motorik.

Inwiefern hat sich „Tennolino“ neben der Einführung der Mid-Court und Großfeld-Cups zusätzlich zu den Mini-Cups im Kleinfeld weiterentwickelt und wie soll es noch weiterentwickelt werden?

Ein solches Konzept muss und soll stetig wachsen damit es zeitgerecht bleibt. Mittlerweile veranstalten wir auch Team-Cups in allen drei Altersklassen. Bereits seit 2000 konnte die Turnierserie vorerst im Bezirk Linksrheinisch zur Altersklasse U11 mit dem Bezirks-Jüngstencup im Großfeld ausgeweitet werden, wodurch die „zu alten“ Kinder aufgefangen werden. Bedürfnisentsprechende Erweiterungen bzw. Optimierungen, wie z.B. der U10 Champions Cup für die besten Spieler/innen der U10, eine U11 Konkurrenz mit 75% Bällen im Bezirk Aachen-Düren-Heinsberg für Späteinsteiger oder eine U13 Konkurrenz mit 75% Bällen im Medenspiel-Betrieb im Bezirk Köln-Leverkusen mit Hilfe von Bezirksjugendwart Marcel Bergers, sind enorm wichtig und werden wunderbar aufgenommen.

Wenn ich unter anderem an unseren French Open Sieger Andreas Mies denke, der zusammen mit den heutigen Weltklassespielern Annika Beck und Oscar Otte in den Anfangsjahren ebenfalls bei Tennolino Turnieren teilnahm, wäre eine Doppelkonkurrenz zukünftig eine gute Möglichkeit zur erneuten Optimierung.

Andreas, Vielen Dank für das nette Gespräch und viele interessante Einsichten in das einmalige Tennolino Konzept. Wir sind stolz auf 25 Jahre „Tennolinos“ und freuen uns auf weitere erfolgreiche Jahre.

Sie wollen mehr über „Tennolino“ und die angebotenen Turniere erfahren?

Dann schauen Sie hier vorbei.


Text: Yannick Born

Fotos: Andreas Poppe